Redakteur Anton Renenr

(BE)MERKENSWERTES DER WOCHE 

„Bürgermeister von Timber Town“

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Kaum hat jemand Ideen und Visionen, schon sind sie da, Neid und Missgunst. Das ist auch jetzt beim von Immobilienprofi Robert Decker geplanten Projekt Timber Town Dorfen wieder der Fall, meint Redakteur Anton Renner in seinem Wochenkommentar.

Es ist vielleicht die Nachricht des Jahres: Robert Decker hat das Areal der ehemaligen Ziegelei Meindl in Dorfen gekauft. Auf 21 Hektar will der Bauträger und Investor in den nächsten Jahren ein hochwertiges Wohngebiet und ein innovatives Gewerbezentrum schaffen. Und das, so hat er betont, „in enger Zusammenarbeit mit Stadt und Stadtrat“.

Timber Town Dorfen nennt Decker das Projekt, in dem er in einem ersten Schritt eine Fabrik zur Produktion von Fertighäusern aus Holz bauen will. Dass jetzt nicht halb Dorfen zu Begeisterungsstürmen und Laola-Wellen ansetzt, das war zu erwarten. Aber dass von Anfang an schon wieder miese Stimmung gegen das Projekt verbreitet wird, das muss nicht sein. Doch in Sozialen Netzwerken ist es halt leicht, zu verunglimpfen und zu hetzen.

Noch liegt nicht einmal der Ansatz einer Planung vor, schon wird Decker unterstellt, er sei ein rücksichtsloser Profit-Maximierer, gehe schlecht mit Kunden um und wolle ja nur „Bürgermeister von Timber Town“ werden. Wie erbärmlich solche Aussagen sind. Natürlich ist der Bauträger nicht bei der Heilsarmee. Natürlich will er Gewinn machen. Dafür ist er ja Unternehmer. Aber Decker ist auch Dorfener. Insofern liegt ihm etwas an seiner Heimatstadt – und sicherlich kann auch die Stadt diesen Bonus bei der Ausarbeitung des Bebauungsplans nutzen.

Wäre es denn besser, wenn irgendein internationaler Konzern, der keinerlei Bezug zu Dorfen hat, das Areal gekauft hätte?

Aber es ist die übliche Neid-Diskussion in Dorfen, die alles Neue erst einmal niedertreten will. Was Investor Decker an Visionen für die Industriebrache hat, das ist ein mutiges Vorhaben, das Dorfen große Chancen bietet. Es sollen bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen und attraktive Wohnungen – auch für Geringverdiener, sozial Schwache und Menschen mit Handicap. Bevor jetzt schon alles niedergemacht wird, heißt es erstmal abwarten, bis konkrete Pläne vorliegen. Die Planungshoheit hat ja letztlich die Stadt.

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