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Ein Flammenmeer schlug den Feuerwehren entgegen, als sie am Sonntag um kurz nach 1 Uhr morgens zu der brennenden landwirtschaftlichen Halle zwischen Dorfen und Oberdorfen kamen. Zu retten war nichts mehr.

Kripo ermittelt in Dorfen

Altes Sägewerk wird Raub der Flammen - Mühle kann bei Großbrand gerettet werden

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Ein Großbrand hat in der Nacht auf Sonntag zahlreiche Einsatzkräfte im Raum Dorfen auf Trab gehalten. Die Flammen schlugen meterhoch in die Höhe.

Update um 10.35 Uhr: Zu einem Großbrand mussten in der Nacht auf Sonntag 150 Feuerwehrkräfte sowie Rettungsdienst und Polizei ausrücken. Das stillgelegte Sägewerk hinter dem Erber-Haus in unmittelbarer Nähe zur Obermühle zwischen Dorfen und Oberdorfen wurde ein Raub der Flammen. Die Ursache ist unklar. Die benachbarte Mühle, in der Strom aus Wasserkraft erzeugt wird, konnte aber gerettet werden. 

Es war gegen 1.10 Uhr, als bei der Integrierten Leitstelle Erding der Notruf einging: landwirtschaftliches Anwesen in Vollbrand. Als die ersten Feuerwehren, die aus der gesamten Umgebung und bis aus Erding zusammengezogen wurden, am Brandort eintrafen, stand das Objekt schon in Vollbrand. Die Flammen schlugen meterhoch in den Himmel. 

„Uns war auf den ersten Blick klar, dass wir die Halle nicht retten können. Wir mussten sie kontrolliert abbrennen lassen“, berichtet Einsatzleiter Florian Grünaug von der Feuerwehr Dorfen im Gespräch mit unserer Zeitung. „Unser Augenmerk galt der nur wenige Meter entfernt stehenden Mühle“, so der Zugführer. Von zwei Seiten wurde sie durch Ehrenamtliche der Feuerwehren Dorfen, Taufkirchen, Erding, Zeilhofen, Eibach, Hausmehring, Schiltern und Wasentegernbach unter schwerem Atemschutz abgeschirmt. 

Grünaug ist froh, „dass wir ein Übergreifen der Flammen verhindern konnten“. Ebenso blieb das Erber-Anwesen verschont. Glück hatten die Feuerwehren, dass direkt neben der Halle ein Bach vorbeiführt. „Den haben wir angezapft, und wir haben sehr viel Wasser gebraucht“, so Grünaug. Froh ist der Einsatzleiter, dass keiner der Retter verletzt wurde. Erst nach sieben Stunden, am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr, konnten die letzten Feuerwehrleute den Brandort verlassen. 

Noch in der Nacht machte sich der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding ein Bild. Er schätzt den Sachschaden auf rund 100 000 Euro. Am Montag kommen die Brandfahnder. Als Ursache kommen ein technischer Defekt, aber auch Brandstiftung in Frage. Das Sägewerk wird seit vielen Jahren nicht mehr genutzt. 

Erst Mitte September mussten die Einsatzkräfte zu einem Großbrand in der Isenstadt ausrücken. Am westlichen Ortsrand war der Hackschnitzelbunker der Stadtwerke Dorfen in Flammen aufgegangen. Auch damals waren weit über 100 Einsatzkräfte von über einem Dutzend Wehren sowie die Kreisbrandinspektion und der Katastrophenschutz die ganze Nacht im Einsatz.

Sachschaden nach Brand wird auf 100.000 Euro geschätzt - Kripo ermittelt in Dorfen

Update um 10.15 Uhr: In Dorfen an der Obermühle geriet heute Nacht gegen 1 Uhr ein stillgelegtes Sägewerk in Brand. Das zumeist aus Holz bestehende Gebäude wurde völlig zerstört. Rund 150 Einsatzkräfte örtlicher Feuerwehren löschten das Feuer. Es gelang ihnen, ein Übergreifen der Flammen auf eine angrenzende Mühle zu verhindern. 

Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. 

Noch in der Nacht traf der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding die notwendigen Feststellungen vor Ort. Die Brandursache ist noch unklar.

Großbrand in der Nacht in Dorfen: Halle wird ein Raub der Flammen

Dorfen - Es war am Sonntag kurz nach 1 Uhr nachts, als das Feuer bemerkt wurde. Da schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Dach. Betroffen war eine landwirtschaftliche Halle hinter dem Erber-Anwesen. Die Integrierte Leitstelle Erding alarmierte zahlreiche Feuerwehren aus der gesamten Umgebung sowie Polizei und Rettungsdienst. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den frühen Morgen. Zu retten war aber nichts mehr. Am Sonntagmorgen waren nur noch verkohlte Gerippe zu sehen.

Das Anwesen wurde ein Raub der Flammen, das Erber-Haus und die Obermühle waren jedoch ebenso wenig betroffen wie ein benachbartes Lager einer Baufirma. 

Großbrand in der Nacht zum 11. November in Dorfen

Zur Ermittlung der Brandursache kam der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding an den Brandort. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest. Erst Mitte September hatte es in Dorfen einen Großbrand gegeben. Damals war das Hackschnitzellager der Stadtwerke Dorfen in Flammen aufgegangen (Merkur.de berichtete).

Auch interessant: Zwei unbekannte Täter haben in einer Bar mit einem Brandsatz Feuer gelegt. Es entstand ein Schaden von 100.000 Euro.

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