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Der Bahnübergang an der ehemaligen Ziegelei Meindl: Bis hierher werden die neuen Bahnsteiganlagen des Dorfener Bahnhofs reichen. Das Stellwerksgebäude (l.) wird abgerissen, der Bahnübergang beseitigt. 

Ausbau der Bahnstrecke München – Mühldorf 

Dorfen bekommt einen neuen Bahnhof

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Dorfen - Mit dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing bekommt Dorfen einen neuen Bahnhof. Dies ist die große Neuigkeit in den Planungen zum Ausbau des Teilstücks ABS 38, die gestern die Deutsche Bahn Bürgermeistern der vom Ausbau betroffenen Gemeinden vorgestellt hat.

Die nichtöffentliche Informationsveranstaltung gestern in Dorfen, bei der Bürgermeistern die Vorplanungen zum Bahnausbau vorgestellt wurden, verlief nach Einschätzung von Klaus-Peter Zellmer, dem neuen Bereichs- und Projektleiter der ABS 38, „sehr gut“. Auch Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner bewertete das Treffen positiv. „Das ist der Erfolg dessen, dass die Stadt mit der Bahn vernünftig umgeht.“

In Grundzügen handelt es sich um die Vorplanungsergebnisse, die von der Bahn bereits im Dezember 2014 vorgestellt worden sind. Grundlegend geändert wurden die Planungen allerdings im Bereich Dorfen. Die Bahnsteiganlagen des Dorfener Bahnhofes werden demnach neu gebaut und um 200 Meter in Richtung Osten bis etwa auf Höhe des derzeit noch existierenden Bahnübergangs der ehemaligen Ziegelei Meindl verschoben. Das Bahnhofsgebäude bleibt bestehen. Der neue Haltepunkt wird dem Vernehmen nach barrierefrei mit Rampen gebaut. Der Zugang zu den Gleisen erfolgt über eine Unterführung. Wie DB-Sprecher Michael-Ernst Schmidt und Projektleiter Zellmer gestern im Gespräch mit der Heimatzeitung betonten, werden „alle Bahnhöfe im Ausbaubereich modernisiert“.

Beseitigt wird der Bahnübergang an der B 15. Die Gleise werden dazu um 3,5 Meter in einen Trog abgesenkt. Die Bundesstraße wird um etwa drei Meter angehoben. In diesem Bereich werden die Gleise zudem um etwa 30 Meter Richtung Süden verschoben. Der insgesamt etwa 500 Meter lange Trog wird zwei Gleise aufnehmen. Er beginnt etwa auf Höhe der Birkenallee und erreicht dann im Bahnhofsbereich wieder ebenerdiges Niveau.

Im Bereich Wasentegernbach setzt die Bahn auf die bereits vorgestellte östliche Vorzugsvariante. Die schon genehmigte Beseitigung des Bahnübergangs in Kloster Moosen erfolgt nun doch nicht. Eine Lösung in diesem Bereich wird im Zuge der Realisierung der ABS 38 ausgearbeitet.

Die von der Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ geforderte 3,5 Kilometer lange Trog- oder Tunnellösung ist damit vom Tisch. Sie wäre nach Angaben der Bahn auch nicht finanzierbar. Wie der Lärmschutz entlang Dorfens aussehen wird, ist noch nicht bekannt. „Wir treffen Lärmvorsorge für den gesamten Stadtbereich“, sagte dazu Projektleiter Zellmer. Wie die ausgeprägt sein wird, werde erst in der Entwurfsplanung festgelegt. Wann mit deren Vorlage zu rechnen ist, hänge auch von der Finanzierung ab. „Wir werden unsere Arbeit nahtlos fortsetzen“, sagte DB-Sprecher Schmidt dazu. Wann der Baubeginn stattfinden könnte, darüber gibt es keine Aussagen der DB. Schmidt: „Das wäre Kaffeesatzleserei.“

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz kommentiert das Treffen ebenfalls positiv. „Die Vorplanungen der DB Netze stellen eine konkrete Grundlage dar, auf der die weiteren Schritte mit den Kommunen geplant werden können. Besonders wichtig ist mir, dass sämtliche Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut werden.“

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