Nur noch Kleingeld? Corona lässt die Steuereinnahmen schrumpfen.
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Nur noch Kleingeld? Corona lässt die Steuereinnahmen schrumpfen.

Halbjahresbericht

Corona drückt schon auf Dorfens Finanzen

  • vonTimo Aichele
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Obwohl das erste Quartal noch virenfrei war, zeigt der Dorfener Halbjahresbericht schon sinkende Steuereinnahmen auf. Bürgermeister Heinz Grundner schwört seine Stadträte schon auf „Haushaltsdisziplin bis zum Geht-Nicht-Mehr“ ein.

DorfenMinus 38 Prozent zum 30. Juni – dieser Wert erfreute die Stadträte im Dorfener Haupt- und Finanzausschuss nicht. Soweit lagen die städtischen Steuereinnahmen nach Angaben von Finanzchefin Maria Bauer im ersten Halbjahr unter dem erwarteten Wert. Ganz so schlimm stellt sich die Situation einen Monat später allerdings nicht dar. Mittlerweile seien weitere 2,3 Millionen Euro an Einkommensteuer eingegangen, so Bauer.

Das sei im Jahreslauf ein ganz üblicher Buchungsvorgang. Die Gemeindeanteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer kämen immer erst nach dem zweiten Quartal, erläuterte die Kämmerin. 174 000 Euro Umsatzsteuer sind zum Halbjahr eingegangen, erwartet waren 320 000.

„Haushaltsdisziplin in allen Bereichen bis zum Geht-Nicht-Mehr“ – dieses Fazit zog Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) aus Bauers Ausführungen. Alle Ausgaben müssten auf den Prüfstand. „Aber eine Kürzung mit dem Rasenmäher um 20 oder 25 Prozent ist genauso sinnvoll wie Weitermachen wie bisher“, erklärte er.

Nach dem einstimmigen Beschluss des Ausschusses werden dagegen die Budgetverantwortlichen in die Pflicht genommen. Sie erhalten den ausdrücklichen Hinweis, „dass aufgrund der Corona-Pandemie nur dringende Ausgaben getätigt werden sollen“.

Für das ganze Haushaltsjahr sei man von 17,2 Millionen Euro Steuereinnahmen ausgegangen – rein rechnerisch die Hälfte davon zum Halbjahr (also 8,6 Millionen Euro), erläuterte Bauer. Den Löwenanteil macht nach den Haushaltsplanungen der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer aus – für das ganze Jahr elf Millionen Euro. Zum 30. Juni waren hier nach der Sitzungsvorlage aber lediglich 2,7 Millionen Euro eingegangen. Da aber nach diesem Stichtag bereits weitere 2,3 Millionen Euro in den Stadtsäckel geflossen sind, fehlt an dieser Stelle „nur“ noch eine halbe Million zum Halb-Jahres-Soll.

Den erwarteten zwei Millionen Euro an Gewerbesteuer steht ein Eingang von 1,5 Millionen Euro gegenüber. Ein Teil davon, nämlich 68 000 Euro, seien Stundungen gewesen, berichtete die Kämmerin. „Jetzt ist noch ein größerer Antrag auf Stundung von 138 000 Euro eingegangen“, so Bauer.

„Man sieht schon, dass die Corona-Pandemie erhebliche Auswirkungen hat“, sagte die Kämmerin übers erste Halbjahr 2020, in dem wiederum das erste Quartal im „üblichen Rahmen“ verlaufen sei. Bei der Gewerbesteuer werde es einen Ausgleich geben, teilte Bauer den Stadträten bezüglich staatlicher Zuschüsse mit.

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