Corona im Haus: Geschäftsführer Ary Witte-Kriegner.

Mitarbeiterin infiziert

Corona-Fall bei Barmherzigen Brüdern

  • Anton Renner
    vonAnton Renner
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Bei dem vom Corona-Virus betroffenen Pflegeheim in Dorfen handelt es sich nicht um das Marienstift. Die Pflegekraft, die positiv auf das Virus getestet wurde, arbeitet im Pflegeheim der Barmherzigen Brüder in Algasing. Dort wurde ein Krisenstab eingerichtet.

Dorfen –Das Landratsamt hatte am Dienstag in einer Pressemitteilung gemeldet, dass eine Pflegekraft aus einem Heim im Stadtgebiet Dorfen positiv auf Corona getestet worden sei. Die Folge: Die Menschen glaubten, das Marienstift sei betroffen. Im Wohn- und Pflegeheim der Barmherzigen Brüder in Algasing herrscht Alarmstimmung. Wie Geschäftsführer Ary Witte-Kriegner auf Anfrage mitteilte, wurde dort mittlerweile ein Krisenstab eingerichtet. „Im Moment besteht aber kein größerer Anlass zur Sorge.“ Nach Lage der Dinge habe die positiv getestete Mitarbeiterin kaum Kontakt mit Bewohnern oder Kollegen der geschlossenen Gruppe gehabt, auf der sie tätig sei. Die Kontaktkette sei lückenlos nachvollzogen worden. Bei allen Kontaktpersonen sei ein Coronatest durchgeführt worden, die Ergebnisse werden für heute erwartet.

Wichtig für Witte-Kriegner ist: Die Mitarbeiter der einzelnen Gruppen arbeiten nicht gruppenübergreifend, sondern nur in ihrer eigenen. Eine Sicherheitsmaßnahme, die sich jetzt auszahlt. Bislang zeige außer der positiv auf das Virus getesteten Mitarbeiterin niemand anders Symptome. Bewohner und Kollegen der betroffenen Gruppe stünden aber für die nächsten zwei Wochen unter Quarantäne.

Bürgermeister Heinz Grundner kritisierte gestern, dass das Landratsamt die betroffene Einrichtung hätte nennen müssen. Dann wäre es im Marienstift und bei den Angehörigen der dort lebende Senioren nicht zu unnötigen Sorgen und Aufregung gekommen. Grundner verwies auf die strengen Sicherheits- und Hygienevorschriften im Marienstift, die bisher dafür gesorgt hätten, dass das Marienstift coronafrei ist.

Der Stadtchef machte aber auch klar, dass es trotz aller Vorkehrungen keine Garantie dafür gäbe, dass sich Mitarbeiter oder Besucher des Heimes nicht andernorts infizierten und dann das Virus unwissentlich ins Heim tragen würden.

Besorgt zeigte sich Grundner, dass die Gesellschaft sich offenbar nur noch an Freizeit und Spaß orientiere. Viele glaubten, die Pandemie sei vorbei. „Es gibt kein Corona light, Corona ist Corona, und die Krise ist nicht vorbei.“ Der Stadtchef appellierte an die Bürger, sich an die Auflagen und Hygienerichtlinien zu halten „und größte Sorgfalt walten zu lassen“. Bis auf weiteres macht Grundner daher auch keine Geburtstagsgratulationen. 

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