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CSU-Programmkonferenz im Schützenstüberl (v. l.): Heinz Grundner, Michael Oberhofer, Martin Greimel, Claudia Ostermaier, Adrian Scharl, Anton Stimmer, Lorenz Fellermayer, Franz Faltermeier, Barbara Lanzinger, Hans Baumgartner, Sabine Berger und Florian Czech.

CSU-Programm: Sport in Rutzmoos, Wohnen auf den Mooswiesen

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„Ganz Dorfen“ – darum geht es der CSU in ihrem Programm zur Kommunalwahl. Jeder der 14 Punkte von Wohnen über Arbeiten, Klimaschutz, Kinder und Jugend, Älter werden und Kultur bis hin zum Mitgestalten ist mit diesem Zusatz versehen.

Dorfen – Die Dorfener CSU-Liste repräsentiere einen Querschnitt durch alle Berufe und durch alle 200 Ortsteile, betont Bürgermeister Heinz Grundner in einem Pressegespräch. Die Kandidaten hätten das Programm in mehreren Besprechungen ausgearbeitet. Gerne trafen sich die Dorfener Christsozialen dazu im Schützenstüberl in Hampersdorf.

Unter der Überschrift „Wohnen in ganz Dorfen“ gehe es der CSU unter anderem um „Möglichkeiten, wie sich junge Dorfener hier ansiedeln können“, sagt Grundner. Ein Eigenheim bedeute nicht zuletzt Alterssicherung. Doch auch andere Wohnformen seien wichtig, erklärt der Bürgermeister. Chancen für Baulandausweisung gebe es zum Beispiel auf den Oberen Mooswiesen westlich des Rückhaltebeckens. „Das sind große Bereiche, die fast komplett der Stadt gehören.“ Hier könne man eine Bauleitplanung drüberziehen.

Für innerstädtische Verdichtung sei der Bereich um den Bauhof geeignet. „Man muss sich Gedanken machen, ob man den Bauhof dort belässt. Das wäre zum Beispiel prädestiniert für Betreutes Wohnen.“ Für Sozialwohnungen befinde sich wiederum ein geeignetes Grundstück in Hausmehring im Besitz der Nikolaistiftung.

Ein wichtiger Punkt ist für die CSU auch „Freizeit und Erholung in ganz Dorfen“. Es sei ein Dilemma, dass das Sport- und Freizeitzentrum in dieser Lage nicht haltbar sei, erklärt Grundner. „Wir müssen die Sportflächen auslagern, damit unsere Vereine wieder Platz haben“, bekräftigt Sport- und Vereinsreferent Anton Stimmer. Gewohnt deftig argumentiert Fraktionschef Michael Oberhofer: „Jeder, der die Entwicklung von Sportflächen verhindert, ist ein Verhinderer von Lebenschancen.“

Nun gelte es, das vom Stadtrat beschlossene Entwicklungskonzept für Rutzmoos aufzustellen, erklärt der Bürgermeister. „Das ist Konsens mit den Sportvereinen.“ Er sei zuversichtlich, für das Areal im Landschaftsschutzgebiet Genehmigungsfähigkeit zu erreichen.

Wirtschaftsförderung ist das Thema von Gewerbereferent Martin Greimel. Es gehe darum, Arbeitsplätze zu schaffen. Er wolle auch an die großen Chancen der Autobahn erinnern, das werde überschattet von der Lärmdiskussion. Um eine unternehmerfreundliche Stadt zu sein, gelte es, Gewerbeflächen zu entwickeln und Planungen auch mit Verständnis zu begleiten. „Das Vertrauen in den Stadtrat und in den Investor muss wechselseitig sein“, pflichtet Grundner bei.

Für Zukunftssicherheit sei eben „nicht nur eine soziale Stadt nötig, sondern auch eine starke Stadt“, erklärt Greimel. Oberhofer betont aber: „Wir sind keine Bauträger-Partei, sondern fürs große Ganze zuständig.“ Der Anspruch der Politik sei: „Wir sind die Gestalter“ – und nicht die Privatwirtschaft.

Ein Mobilitätskonzept sei ebenfalls nötig, sagt der Bürgermeister. Dazu müsse unter anderem festgelegt worden, wo Geh- und Radweg-Verbindungen optimiert werden. Klar sei aber: „Wir werden mittel- und langfristig mit einer B 15 durch die Stadt leben müssen.“ Eine B 15neu sei nur auf der Trasse Mühldorf akzeptabel.

Trotz mancher aktueller Diskussion gilt laut Grundner: „Der Pkw wird fahren, ob mit Strom, Hybrid- oder Verbrennungsmotor.“ Daher sei es nötig, leistungsfähige Verkehrsverbindungen zu schaffen. Wichtig sei auch der Bahnverkehr, und da sei klar: „Wir stehen hinter der Planungsüberlegung Vieregg+Rössler und setzen uns dafür ein.“ Der Plan der Bahn sei nicht akzeptabel.

Auf das große Angebot im Gesundheitssektor verwies Dr. Ludwig Rudolf. Hier sei Dorfen in der glücklichen Lage, vieles im Krankenhaus und dem benachbarten Ärztehaus anbieten zu können. Hier gebe es „mehr als zehn ärztliche Fachdisziplinen“. Das Krankenhaus und das Ärztehaus würden weit über die Stadtgrenzen hinaus Patienten anziehen, dort seien etwa 150 Arbeitsplätze. Der weitere Erhalt und Ausbau sei eine ständige Aufgabe.

Die innovative Weiterentwicklung des bereits großen Angebots in der Kinderbetreuung rückt Kindergartenreferentin Barbara Lanzinger in den Fokus. Die Stadt habe neun Einrichtungen in eigener Trägerschaft. Die Konzepte seien sehr unterschiedlich, sodass die Familien pädagogisch eine große Auswahl hätten. Inklusion sei eine künftige Aufgabe, die „auch bauliche Veränderungen nach sich ziehen“ werde. Eines ist der erfahrenen Stadträtin wichtig: „Wir Frauen in der CSU wurden noch nie geknechtet oder unterdrückt.“

Zum Thema Landwirtschaft erklärte Sabine Bertger, dass die CSU in Dorfen die Regionale Marke des Landkreise unterstütze. Bei Regionalität gehe es um kurze Wege zwischen Verbraucher und Erzeuger. Wichtig sei den Bauern: „Redet mit uns und nicht über uns.“

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