+
Großeinsatz an Weihnachten: 150 Feuerwehrleute waren beim Brand in Dürneibach im Löscheinsatz.

Großeinsatz an Weihnachten

Anwesen von Stadtrat in Flammen - Drei Verletzte und hoher Schaden

  • schließen

Ein Großbrand bei Dorfen hielt mehrere Feuerwehren am zweiten Weihnachtsfeiertag in Atem. Mehrere Menschen wurden bei dem Feuer auf dem Hof von der Familie Selmair verletzt.

Update 17 Uhr: Bei dem Großbrand bei Dorfen entstand ein Schaden von rund 100.000 Euro. Das teilte die Polizei mit. Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen übernommen. Die Brandstelle wurde heute näher untersucht. 

Ausgangspunkt des Feuers ist nach ersten Feststellungen der Brandermittler eine als Werkstatt genutzte Garage gewesen, so die Mitteilung der Polizei. Eine gesicherte Brandursache steht derzeit noch nicht fest. Es gibt jedoch keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandlegung, so die Polizei.

Großeinsatz an Weihnachten: Anwesen von Stadtrat in Flammen

Dorfen – Die Weihnachtsfeiertage hat sich die Familie von Stadtrat Johann Selmair sicher anders vorgestellt. Die Feststimmung war am zweiten Weihnachtstag jäh zu Ende. Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Selmairs in Dürneibach hat ein Brand hohen Sachschaden angerichtet. Zwei Familienmitglieder und einer Feuerwehrmann wurden laut Polizeiangaben bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

Gegen 16.50 Uhr heulten in Dorfen und der weiten Umgebung die Sirenen auf. Die integrierte Leitstelle löste die Alarmstufe B4 aus. Für die Einsatzkräfte heißt das Brand eines Gebäudes mit möglicher Gefährdung von Menschen oder Tieren. Kurze Zeit später waren die ersten Wehren am Brandort. 

Großbrand nach Weihnachten nahe Dorfen: Schaden im sechsstelligen Bereich

Kreisbrandmeister Rudi Hohenadl aus Dorfen berichtet, dass beim Eintreffen der Einsatzkräfte ein Teil des Dreiseithofes, in dem ein Garagentrakt mit Werkstatt untergebracht ist, in Vollbrand gestanden ist. Neben der Brandbekämpfung habe die Rettung der übrigen Bauten wie Wohngebäude und Stall im Mittelpunkt gestanden.

Großeinsatz an Weihnachten: Brand in landwirtschaftlichem Anwesen

Durch die Schaffung einer sogenannten Widerstandslinie mit Löschwasser habe man sowohl das Wohnhaus als auch den Stall, in dem etwa ein Dutzend Kälber untergebracht sind, retten können. Mit der Errichtung einer Widerstandslinie werden an den Brandort angrenzende Gebäude mit Löschwasser gekühlt und so das Übergreifen der Flammen verhindert. Die Tiere im Stall wurden laut Hohenadl durch den Einsatz eines Druckbelüfters vor der enormen Rauchentwicklung geschützt.

Großbrand nahe Dorfen: Drei Verletzte bei Feuer

Bei den Löscharbeiten, die sich bis Mitternacht hinzogen, erlitten drei Personen leichte Verletzungen. Ein Familienmitglied der Brandleider musste mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein weiteres Familienmitglied verletzte sich am Knie, ein Feuerwehrmann an der Hand.

Die Einsatzleitung hatte die Feuerwehr Zeilhofen. Zur Brandbekämpfung alarmiert wurden auch die Feuerwehren aus Dorfen, Eibach, Hofkirchen, Taufkirchen, Walpertskirchen und Erding. Zudem zum Brandort beordert wurden die Unterstützungsgruppe Einsatzleitung aus Altenerding und die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung aus Taufkirchen. 

Insgesamt waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Mühsam waren die Nachlöscharbeiten, berichtet Hohenadl. Wegen eines Fellbodens gelang es erst mit Hilfe eines Baggers, der Zwischendecken einriss, Glutnester zu finden.

Die Brandursache ist noch nicht klar. Im Laufe des Tages werden Brandfahnder der Kripo Erding vor Ort ermitteln, so Peter Grießer von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich.

Lesen Sie auch: Im Video: Mann fährt immer wieder mit SUV gegen BMW - dann dreht er völlig durch

Lesen Sie auch:

Eine ganze Familie trauert: Nichte und Onkel sterben kurz hintereinander - und finden gemeinsam letzte Ruhe

Betina Westernacher und Stefan Chymyn waren Nichte und Onkel, sie hatten eine besondere Beziehung zueinander. Tragischerweise starben sie in der Weihnachtszeit kurz hintereinander, und sie werden gemeinsam die letzte Ruhe finden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Coronavirus - Flughafen München in der Krise: Lage schlimmer als nach dem 11. September?
Der Flughafen München steckt wegen des Coronavirus in einer schlimmen Krise. Echte Besserung lässt wohl deutlich länger auf sich warten als nach dem 11. September 2001.
Coronavirus - Flughafen München in der Krise: Lage schlimmer als nach dem 11. September?
Coronavirus im Landkreis: Fliegerhorst-Notfallklinik nächste Woche bereit – Newsticker
Das Coronavirus breitet sich in Erding weiter aus. Mittlerweile gibt es 210 Infizierte im Landkreis. Die Fliegerhorst-Notfallklinik ist nächste Woche bereit.
Coronavirus im Landkreis: Fliegerhorst-Notfallklinik nächste Woche bereit – Newsticker
180 Euro fürs Leserhilfswerk von den Ottenhofener Minis
Selbst gebastelte Papiersterne, Schokofrüchte und gebrannte Mandeln. 180 Euro aus dem Erlös des Weihnachtsmarkts spendeten Ottenhofens Ministranten an Licht in die …
180 Euro fürs Leserhilfswerk von den Ottenhofener Minis
Kommentar: Verheerendes Krisenmanagement
Falscher Zeitpunkt, fehlende oder verweigerte Bürgerinformation und eine Lösung, die nicht realisierbar erscheint. Bei der Kehrtwende in Sachen Hochwasserschutz für …
Kommentar: Verheerendes Krisenmanagement

Kommentare