„So können wir weitermachen.“ Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) war zufrieden mit dem Zwischenstand der Haushaltsplanungen 2020.
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Rathaus-Chef Heinz Grundner war zufrieden mit dem Zwischenstand.

Drittgrößter Kreisumlagenzahler

Dorfen: Eckdaten des Haushaltsplans stehen fest

  • vonCIF.H. Weingartner
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„So können wir weitermachen.“ Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) war zufrieden mit dem Zwischenstand der Haushaltsplanungen 2020.

Dorfen –„So können wir weitermachen.“ Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) war zufrieden mit dem Zwischenstand der Haushaltsplanungen 2020, die Stadtkämmerin Maria Bauer im Haupt- und Finanzausschuss des Dorfener Stadtrats vorgestellt hat. Bauer erwartet eine „etwas schlechtere“ Entwicklung der Stadtfinanzen als noch im Rekordjahr 2019.

Für die im vergangenen Jahr gestiegenen Steuereinnahmen seien laut Bauer „auch Sondereffekte in einigen Branchen“ verantwortlich gewesen. Die könne man heuer nicht unbedingt erwarten. Die Finanzexpertin plant die Ansätze im Stadtetat daher „vorsichtig“. Sollte es eng werden, was nicht zu erwarten sei, habe man „bei einigen Haushaltsposten noch Luft nach oben“.

Gewerbesteuer: Über eine Million Euro mehr als angesetzt

Bauer erläuterte am Mittwochabend die Eckdaten des Haushaltsplans. Leicht sinkend sei die Grundsteuer A, weil landwirtschaftliche Flächen zu Baugrundstücken wurden. Für diese wird die Grundsteuer B fällig, die angesichts einiger neuer Baugebiete leicht steige.

Bei den Gewerbesteuer-Einnahmen sei es noch „ein bisschen wie der Blick in die berühmte Glaskugel“, so Bauer. 4,4 Millionen Euro waren 2019 der Ansatz, das Ergebnis lag letztlich bei 5,6 Millionen Euro. Für heuer plant Bauer mit Einnahmen von 4,75 Millionen Euro. Bei der Einkommensteuerbeteiligung – dieser liegt die Schätzung des Bayerischen Landesamts für Statistik zugrunde – erwartet die Stadt 10,85 Millionen Euro (2019: 10,7). Bei der Umsatzsteuerbeteiligung rechnet die Stadtkämmerin mit 640 000 Euro an Einnahmen.

Auch von den Schlüsselzuweisungen des Freistaats profitiert Dorfen. Heuer erwartet die Stadt 3,5 Millionen Euro.

„Stadt Dorfen durchaus leistungsfähig“

Bei den Ausgaben falle vor allem eine „deutlich höhere Kreisumlage“ ins Gewicht, erklärte Bauer. Auch hier mache sich das gute Ergebnis aus dem Jahr 2018 bemerkbar. An den Landkreis müssen heuer 8,4 Millionen Euro abgeführt werden, das sind 912 000 Euro mehr als im Vorjahr. Grundner betonte, dass die Kommunen durch Investitionen des Kreises auch wieder profitierten. Dorfen sei nun nach Erding und der Flughafengemeinde Oberding der drittgrößte Zahler bei der Kreisumlage. „Das ist ein Zeichen, dass die Stadt Dorfen durchaus leistungsfähig ist“, sagte er.

Der Ausschuss nahm die Kerndaten des Etats zur Kenntnis. Für Gewerbereferent Martin Greimel (CSU) zeigten die Zahlen, „dass die Stadt Dorfen was richtig macht“. Und die „A 94 ist bei weitem noch nicht eingepreist“. Auf den Gewerbeflächen an der Autobahn werde noch „einiges entwickelt“, was sich dann in den Einnahmen der Stadt niederschlage.

Hermann Weingartner

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