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Schluss nach 44 Jahren: Maria Becker (M.) wurde als Büchereileiterin von Bür germeister Heinz Grundner und Diözesanbibliothekarin Sabine Adolph (l.) verabschiedet.

44 Jahre Ehrenamt

Ein ganz außergewöhnlicher Bücherwurm

  • vonCIF.H. Weingartner
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Zum Lebenswerk ist der Auf- und Ausbau der Stadt- und Pfarrbücherei Dorfen für Maria Becker geworden. Nach 44 Jahren als hoch engagierte Leiterin hat die Dorfenerin ihr Ehrenamt jetzt abgegeben. Im Herbst soll eine hauptamtliche Nachfolge kommen.

Dorfen – Bürgermeister Heinz Grundner verabschiedete Becker im Kreise des Bücherei-Teams und der Diözesanbibliothekarin Sabine Adolph vom Sankt Michaelsbund. „Eigentlich hätte der Anlass einen schöneren Rahmen verdient“, betonte der Stadtchef, was aber wegen Corona derzeit nicht möglich sei. Träger der Bücherei sind die Stadt und die Pfarrei Maria Dorfen.

Im März 1976 hatte Becker die Bücherei, damals noch in der Innenstadt untergebracht, von Gertrud Bauer übernommen. Unter ihrer Führung wurde die Einrichtung stetig ausgebaut. Bald brauchte es mehr Platz, erzählte Becker, die ein Ehrenamtsengagement im eigenen Umfeld als Bürgerpflicht sieht. „Vier Jahre hob i damals den früheren Bürgermeister Simmerl genervt“, bis er einem Neubau an der Justus-von-Liebig-Straße zugestimmt hatte.

1995 wurde schließlich neu gebaut. 1996 im Januar war man in die neuen Räume gezogen und eröffnete mit rund 9000 Medien. Heute sind es 17 769 Medien, die den 1530 aktiven Nutzern zur Verfügung stehen. Unter der Leitung Beckers erweiterte die Bibliothek stetig ihr Angebot. Es kamen unter anderem CDs, Kassetten, Zeitschriften, Fernleihe, Spiele, Veranstaltungen, Lesungen und der Bücherflohmarkt dazu. 2008 wurde Beckers Engagement mit dem Sozialpreis der StadtDorfen gewürdigt.

Grundner sagte jetzt „herzlichen Dank dafür, was Sie für die Stadt alles geleistet haben“. Die Büchereileitung sei eine „sehr wichtige Aufgabe“ die Becker in über vier Jahrzehnte „immer hoch motiviert und perfekt“ ausgeführt habe. Mit dabei hatte Grundner nicht nur lobende Worte, sondern als Anerkennung ein ganz spezielles Geschenk: „Bislang einmalig in Dorfen“ als Präsent der Stadt überreichte der Bürgermeister einen Gutschein für das Jakobmayer-Kulturzentrum. Damit hat die Dorfenerin lebenslang mit einer Begleitung freien Eintritt zu allen Veranstaltungen im Jakobmayer-Kulturbetrieb.

Mit Becker begann eine Zäsur, erinnerte Sabine Adolph. Sie hatte den Anspruch vor allem Kinder, Jugendliche und die Schulen einzubinden. Die Bücherei blieb „kein Ort der Medienverwaltung, sondern ein Treffpunkt, eine Ort, wo gerne hingeht, wo man lachen darf, sich wohl fühlt“. Als außerschulische, kulturelle, Bildung sei die Bücherei aus Dorfen nicht mehr wegzudenken. 

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