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Johann Holzmann war lange Mesner und ist besser bekannt als Gerl Hans.

Spitzbübisch und mit gesundem Menschenverstand

Erinnerungen eines Mesners: Johann Holzmanns Buch „Mein Nachbar, die Kirche“

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Was man alles erleben kann, wenn man eine Kirche als seinen nächsten Nachbarn bezeichnen kann, das schildert Johann Holzmann in seinem Buch „Mein Nachbar, die Kirche – Jakobrettenbach“.

Jakobrettenbach – Was man alles erleben kann, wenn man eine Kirche als seinen nächsten Nachbarn bezeichnen kann, das schildert Johann Holzmann in seinem Buch „Mein Nachbar, die Kirche – Jakobrettenbach“. Dabei handelt es sich um die 1714 erbaute katholische Filialkirche St. Jakobus in dem nach dem Kirchenpatron benannten Dorf, die zur Pfarrei Maria Dorfen gehört.

Der 88-Jährige, der in unmittelbarer Nähe zur Kirche aufgewachsen ist und bis heute dort lebt, weiß allerhand aus seinem reichen Erfahrungsschatz zu erzählen. Höhepunkte, aber auch ganz alltägliche Begebenheiten aus dem Leben der Kirche, für die er 50 Jahre als Kirchenpfleger und 40 Jahre als Mesner zuständig war, hat Holzmann jetzt in Buchform zusammengefasst und herausgegeben.

Nachbar einer Kirche, Sohn eines Kirchenpflegers

Der Autor, besser bekannt als der „Gerl Hans“, Austragsbauer vom Gerl-Hof in Jakobrettenbach, erzählt in dem Werk anekdotenhaft und mit dem ihm eigenen trockenen Humor, was er alles in der Nachbarschaft zur Kirche erleben konnte; schon als Kind und als Jugendlicher, als sein Vater Kirchenpfleger war. 1965 übernahm er von diesem die Verantwortung für das Gotteshaus, das in seiner Ära umfassend saniert wurde und das er 2015 in bestem Zustand seinem Nachfolger übergeben hat.

Dabei nimmt Holzmann kein Blatt vor den Mund und schildert, wie er sich gelegentlich mit Pfarrern, Ordinariatsvertretern, Architekten und Handwerkern anlegen musste, um Fehlentscheidungen zu verhindern oder zu korrigieren. Mal energisch und leidenschaftlich, mal auch spitzbübisch setzte er seinen gesunden Menschenverstand, seine Fachkenntnisse und seinen Erfahrungsschatz ein, um seinen „Nachbar, die Kirche“ voranzubringen. Immer wieder scheint in der mitunter recht originellen Erzählung durch, wie sehr das Herz des Gerl Hans an „seiner“ Kirche hängt, wie sehr er sich in all den Jahrzehnten für dieses Gebäude verantwortlich gefühlt hat.

Tochter im Mesnerdienst, Schwiegersohn im Kirchenpflegeramt

Der Gerl Hans ist für sein ehrenamtliches Engagement mehrfach ausgezeichnet worden. Neben seiner kirchlichen Tätigkeit leitete er auch zehn Jahre lang als Schützenmeister den Eibacher Alpenrose-Schützenverein. Einen schweren Schicksalsschlag hatte die Familie 1987 hinzunehmen, als der einzige Sohn Hans jun. mit 21 Jahren an einem Gehirntumor starb. Die letzten Jahre hat Holzmann dafür genutzt, seine Lebenserinnerungen handschriftlich aufzuzeichnen.

Die Zuständigkeit für die Jakobrettenbacher Kirche bleibt übrigens nach seinem Abschied in der Familie: Tochter Bernadette folgte dem Hans im Mesnerdienst nach, Schwiegersohn Benno im Kirchenpflegeramt. Von der Tochter ging auch die Initiative zu diesem Buch aus.

Heimatforscher Franz Streibl unterstützte sie bei der Transkription der Handschriften und beim Einscannen der Fotos und Dokumente. Dorfens Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Lanzinger übernahm die Korrekturarbeit und den Drucksatz. Der Erlös des Buches wird in voller Höhe dem Unterhalt der Filialkirche Jakobrettenbach zugutekommen.

Das Buch:

... hat 88 Seiten und ist reich bebildert. Es ist zum Preis von 10 Euro im Pfarrbüro Dorfen erhältlich, ebenso in den VR-Bank-Geschäftsstellen Dorfen und Taufkirchen, im Algasinger Werkstattladen, auf den Christkindlmärkten in Algasing und Dorfen (am Stand von Andrea Ebert) oder direkt bei Familie Holzmann-Spies, Tel. (0 80 81) 85 11. 

red

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