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Erst Corona, dann auch noch Verkehrssperrungen: Dorfen kann nur gemeinsam gewinnen

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Von: Timo Aichele

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Timo Aichele
Timo Aichele © Aichele

Ein besserer Dialog zwischen der Stadt Dorfen und dem heimischen Einzelhandel ist dringend nötig. Kommentar.

Dorfen - Maskenpflicht, zeitweiliger Lockdown, 3G, 2G, die wachsende Furcht der Menschen, sich bei anderen anzustecken, Kontrollpflichten durch Einzelhändler und Gastronomen, die Konkurrenz durch Amazon & Co. – die Liste der Grausamkeiten für Unternehmer mit Publikumsverkehr ist lang in der Pandemie. Wer einen Laden oder ein Gasthaus betreibt, braucht gute Nerven.

Besonders in Dorfen: Das innerstädtische Straßennetz ist derart fragil, dass jede noch so kleine Baustelle die Verkehrsströme zum Erliegen bringt. Schon der Kreuzungsumbau auf der B 15-Ortsdurchfahrt genügt dem einen oder anderen, lieber Geschäfte in anderen Orten aufzusuchen. Mit dem gleichzeitig gesperrten Wesner Tor ist der Einkauf in Dorfen für motorisierte Kunden endgültig kein Vergnügen mehr.

Andererseits klingen die technischen Argumente, die die Stadt anführt, plausibel. Nicht auszumalen, wenn die Kanalbaustelle im Herzoggraben noch immer offen wäre, wenn die B 15 voll gesperrt ist, weil die Isenbrücke abgerissen und neu gebaut wird.

Förderkreis-Chef Stefan Tremmel ist aber überzeugt, dass der Abriss am Wesner Tor und die Kanalbaustelle auch später im Winter noch möglich gewesen wären, ohne mit dem Brückenbau zu kollidieren. Er ist wütend wegen dieses Timings.

Und enttäuscht, weil die Stimme der Gewerbetreibenden in dieser Sache nicht gehört wird. Tremmel vermisst hier den Dialog. Kurz nachdem bekannt wurde, dass die Stadtmarketing-Stelle im Rathaus schon wieder vakant ist, ist das ein fatales Signal für den Dorfener Einzelhandel. Denn die Verheerungen der Pandemie werden die Stadt und das Gewerbe nur gemeinsam und mit allerhand Tatkraft und Kreativität bekämpfen können.

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