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Probelauf: Gewerbereferent Mart Greimel, Pressesprecher Georg Seitz, Stadtwerke-Chef Klaus Steiner und Bürgermeister Heinz Grunder (v. l.) wählen sich ein. 

Ausbau bis Ende Mai

Freies WLAN in der Dorfener City

Freies WLAN für Dorfen: Zwölf Hotspots wird es bis Ende Mai an allen vier Plätzen der Innenstadt geben. Die ersten beiden wurden pünktlich zum Festival „Der Lenz“ am Unteren Markt in Betrieb genommen. Am Rathausplatz, Johannisplatz, Kirchtorplatz sowie am Unteren Markt Platz soll künftig Surfen im öffentlichen Netz möglich sein.

Dorfen– Ob das funktioniert, haben Bürgermeister Heinz Grundner, Gewerbereferent Martin Greimel, Unternehmer Fred Blüml vom Förderkreis Dorfen sowie Klaus Steiner, Geschäftsführer der Stadtwerke, bei der offiziellen Inbetriebnahme der ersten beiden Hotspots ausprobiert. Das flächendeckende WLAN-Netz im Innenstadtbereich hatte der Bau- und Verkehrsausschuss des Stadtrates 2018 beschlossen. Die Stadtwerke haben den Auftrag erhalten. „Bis Ende Mai haben wir 100 Prozent Abdeckung“, versprach der Geschäftsführer.

Die kleinen, weißen Senderlästchen sind an Lichtmasten befestigt und ans Glasfasernetz gehängt. Die Technik funktioniert ganz einfach: Wenn man in seinem Smartphone, egal ob Android oder iPhone, WLAN-Netzwerke aufruft, dann erscheint das city wlan als freies WLAN. Sobald man darauf klickt, wird man auf die Anmeldeseite weitergeführt. Hier muss man nur den Nutzungsbedingungen zustimmen. „Im Grunde heißt das kein Schmuddelkram und so weiter“, so Steiner. Dann erscheint die Startseite, aktuell mit der Homepage der Stadtwerke. Aber das könne jederzeit geändert werden, um für ein Unternehmen oder eine kulturelle Veranstaltung wie „Der Lenz“ oder „Tosca“ zu werben, so Steiner. Das werde noch mit dem Förderkreis und der Stadt besprochen, wie man das aktiv bespiele. Die Leute, die nach Dorfen kommen, erhalten somit nicht nur das WLAN kostenlos, sondern auch „was immer wir uns auskarteln“.

„Beim city wlan handelt es sich um ein Projekt des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). Es hat einmalig 13 000 Euro gekostet“, erklärte Kämmerin Maria Bauer, und sei im Rahmen des Projektfonds mit 60 Prozent gefördert worden. Vorgeschlagen wurde die Maßnahme von der Lenkungsgruppe. Im Projektfonds seien 30 000 Euro für mehrere, kleine Maßnahmen vorgesehen. Laufende Kosten würden nur „der Traffic und ein bisschen Strom“ verursachen, fügte Gewerbereferent Greimel an. „Aber das geht unter, denn die Stadtwerke haben ja eine zentrale Internetanbindung.“

Bürgermeister Grundner freute sich über diese „tolle Geschichte“. Sie sei ein Beweis dafür, dass ISEK, Lenkungsgruppe und Stadtbauförderung ein Erfolgsmodell seien. Dass die Stadtwerke Betreiber des Netzes sind, sei das Besondere am Dorfener Modell. Steiner verriet, dass noch zusätzliche „Places of Interest“ ans city wlan angeschlossen werden sollen, wie etwa das Einkaufszentrum an der Galgenwiese, der Bahnhof oder das Schwimmbad. Grundner ergänzte: Auch „der neue Sportplatz in Rutzmoos, Aber da ist noch ein bisschen Zeit.“ Diese Orte seien allerdings nicht im Fördergebiet, das laut Bauer, nur Vorhaben im Sanierungsgebiet Innenstadt unterstütze.

Anwohner könnten theoretisch ihr WLAN bei den Stadtwerken jetzt abbestellen und das öffentliche kostenlos nutzen. „Aber das wird sich spätestens relativieren, wenn der Marktplatz am Sonntag voll ist und sich viele den Anschluss teilen wollen. Dann wird es wieder ein bisschen langsamer“, meinte Steiner. Er versprach, dass die weiteren zehn Hotspots zügig ausgebaut werden.

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