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Kommt ein Bürgerbus für den Außenbereich? Das wollte Jörg Berner (r.) wissen. Das Interesse scheint aber nicht groß zu sein. 

Diskussionen auf der Bürgerversammlung

Jetzt auch noch die B15neu: Dorfener haben Angst vor dem Verkehrsinfarkt

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Die Verkehrsbelastungen in und rund um Dorfen sind schon hoch genug. Nach der Eröffnung der A94 fürchten die Bürger jetzt die Auswirkungen einer kommenden B15neu.

Landersdorf – Droht nach der Eröffnung der Isental-Autobahn A 94 und dem geplanten zweigleisigen Bahnausbau Dorfen weitere Lärmvermüllung mit dem nächsten Verkehrsgroßprojekt B 15 neu? Das wurde in der Ortsteil-Bürgerversammlung beim Huber-Wirt in Landersdorf diskutiert.

Die Trassenwahl sei völlig offen, betonte Bürgermeister Heinz Grundner, die B 15 neu als Verkehrsentlastung aber dringend nötig. Das belegten die Verkehrszahlen mit derzeit 20 000 Fahrzeugen täglich an der Angermeier-Kreuzung. Und „die Verkehrsbelastung wird nicht weniger – eher mehr und dauerhaft“.

Die B 15 neu dürfe aber nur auf dem dafür seit Jahrzehnten vorgesehen Trassenkorridor im Landkreis Mühldorf von Landshut kommend vorbei an Buchbach und Schwindegg zur A 94 gebaut werden, forderte der Stadtchef. Dorfen und der Landkreis Erding seien genügend mit Verkehr belastet.

Zu einer Ortsumfahrung Dorfens im Zuge der B 15 neu wollte ein Zuhörer wissen: „Ist da was im Busch?“ Das ergänzte Martin Heilmeier. „I woaß ned, aber es is was im Busch“, sagte der LDW-Stadtrat, ohne konkreter zu werden. Grundner mahnte, man solle „keine Gerüchte streuen“. Es gebe „nichts Neues“ zur B 15 neu, auch nicht zu einer Ortsumfahrung. Sachstand sei der von 2014. Danach verlange der Bund als Bauherr eine Trassenwahl vom Freistaat, der sich aber bisher nicht entscheiden wollte. „Keine Trasse, keine Planung“, so Grundner.

Ein Riesen-Verkehrschaos, das die Sperrung der B 15-Isen-Brücke im kommenden Jahr auslösen und Dorfen monatelang in Süd und Nord spalten wird, wurde von mehreren der knapp 40 Besucher angesprochen.

Die B 15 ist die einzige leistungsfähige Straße durch Dorfen von Süd nach Nord und umgekehrt. Auch Feuerwehren und Rettungsdienst sind betroffen, die dann nur auf weiten Wegen auf die jeweils andere Seite zum Einsatz kommen. Anton Hopf meinte: „Do brauch ma mid da Feuerwehr gor nimma ausrücken“. Sarkastisch ein anderer Besucher: „Dann brennt’s hoid a bisserl länger ab.“

Grundner räumte ein, dass die Einhaltung der Hilfsfristen von Feuerwehr und BRK „ein Riesenproblem“ seien. Noch gebe es „keine Lösung, wie man den Verkehr durch die Stadt bringen soll“. Das werde eine „Herkules-Aufgabe“. Eine Begehung mit allen Beteiligten soll Aufklärung bringen. Die alte B15-Isen-Brücke muss aber neu gebaut werden: „Hilft nix.“ Nach einer „intensiven, guten Bürgerversammlung“ erklärte Bürgermeister Grundner: „Wir packen alles an.“ Die Probleme gelte es gemeinsam im Schulterschluss von Stadt, Politik und Bürger zu lösen.

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