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Hier durften sie noch gemeinsam arbeiten: Dorfens Drittklässler setzten 500 Bäume im Stadtwald. Waldpädagogin Steffi Kratzer (r.) und Rotary-Präsident Hans Graßer (rote Jacke) halfen mit. 

Aktion des Rotary-Clubs Dorfen

Junge Waldarbeiter: Hier lernen Drittklässler, was Natur ist

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Schulunterricht einmal ganz anders: Am letzten Tag vor den „Corona-Ferien“ erlebten Drittklässler der Grundschule Dorfen Nord einen Waldpädagogik-Tag mit dem Rotary Club.

Dorfen/St. Wolfgang – Als erste Abordnung waren die Klassen 3a und 3bG mit Rektor Gerhard Maintok nach Pumpernudl in der Gemeinde St. Wolfgang gefahren, um dort in einem Waldstück der Stadt Dorfen Laubbäume zu pflanzen. Insgesamt wurden 500 Stämmchen gesetzt.

Voller Tatendrang stürmten die Schüler vom Bus in den Wald, wo sie von den Initiatoren des Rotary-Projektteams „Wald“, Jürgen Holz und Präsident Hans Graßer, sowie mehreren Helfern eingewiesen wurden. „I find’s klasse, neues Leben zu pflanzen. Das ist erlebter Unterricht“, freute sich Maintok. Es sei wichtig für Kinder, den Wald einmal „richtig erleben“ zu können. Dorfens Förster Walter Zwirglmaier, der den Stadtwald betreut, erklärte seinen jungen Waldarbeitern, wie Bäume im Wald gepflanzt werden.

Bei der Maßnahme können Kinder sehen, wie der Wald vom reinen Fichtenbestand in einen Mischwald umgebaut wird. Wegen des Klimawandels brauche es andere Baumarten, erklärte Zwirglmaier. Die Fichte als jahrhundertealter „Brotbaum“ falle immer wieder wegen Windwurf um, wie die große Fläche zeigte, auf der gepflanzt wurde. Hauptsächlich wurden Eichen gesetzt, dazwischen Hainbuchen und Winterlinden.

Wald- und Kräuterpädagogin Steffi Kratzer hatte zuvor an vier Tagen draußen im Wald mit allen sieben dritten Klassen der Dorfener Grundschulen den Aktionstag vorbereitet. „Die Kinder hatten dabei große Freude. Wer einmal einem Baum gepflanzt hat – da bleibt was hängen“, berichtete die gebürtige Dorfenerin. „Kinder kennen heute mehr Automarken, Süßigkeiten oder Fußballer, als was vor der Haustüre wächst“, sagte die Naturexpertin. Man gehe ja einfach Möbel kaufen. Das Wissen, wie lange der Rohstoff Holz zum Wachsen braucht, fehle Kindern.

„Wir alle haben es in der Hand, unsere Kinder im Sinne einer umweltgebildeten Gesellschaft zu rüsten“, betonte Rotary-Präsident Graßer beim Auftakt der Pflanzaktion. Der Rotary Club finanzierte das mehrstufige Waldpädagogik-Projekt mit rund 5000 Euro. Die Schüler können nun verfolgen, wie „ihr Baum“ wächst: Jeder junge Waldforscher heftete ein Namensschild an seinen Setzling. HERMANN WEINGARTNER

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