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Kunst liegt im Auge des Betrachters: Die Kirta-Ausstellung zog viele Besucher an. 

19 Künstler präsentieren ihre Werke im Sparkassensaal Dorfen

Kirta-Ausstellung, die nichts mit Kirchweih zu tun hat

Seit Jahrzehnten organisiert der Kulturelle Arbeitskreis Dorfen eine zweitägige Kirta-Austellung, die mit Kirchweih nichts zu tun hat, aber trotzdem irgendwie dazugehört.

Dorfen – Eine Traditionsveranstaltung in Dorfen ist die zweitägige Kirta-Ausstellung, die der Kulturelle Arbeitskreis Dorfen (KA) seit Jahrzehnten organisiert und veranstaltet. Die erneut sehr gut besuchte und sehenswerte Kunstausstellung habe nichts mit Kirchweih oder auch Kirta im eigentlichen Sinn zu tun, erklärte der KA-Vorsitzende Anton Kremser bei der Vernissage am Freitagabend im Dorfener Sparkassensaal. Die Ausstellung habe sich am Kirta-Wochenende etabliert und heiße deshalb so, ohne dass sie auf Kirchweih eingehe.

Seit 2012 kann der KA im Dorfener Sparkassensaal ausstellen, den die Stadt als Ersatz während der Rathaussanierung gemietet hatte. Seit heuer ist die Stadtverwaltung im neuen Rathaus, die Ausstellung darf aber weiter im Sparkassensaal stattfinden. Über die Unterstützung des Bankhauses sei man sehr erfreut, bedankte sich Kremser.

Heimliche Kulturhauptstadt Dorfen

„Eine sehr passende Räumlichkeit“, meinte Vizebürgermeister Günther Drobilitsch in seinem Grußwort. Er erinnerte, dass die Kirta-Ausstellung 1981 im evangelischen Pfarrzentrum seinen Anfang genommen hatte, dann 30 Jahre im inzwischen geschlossenen Streiblsaal und seit acht Jahren im Sparkassensaal stattfinde. Die Ausstellung biete Künstlern, Kunstschaffenden und ambitionierten Hobbykünstlern aus Dorfen, Umgebung oder mit regionalem Bezug die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Die Ausstellung auf durchaus hohem künstlerischem Niveau sei „eine tolle Ergänzung des Kulturangebots in der heimlichen Kulturhauptstadt Dorfen“. Für manchen Aussteller sei es zudem ein Türöffner, an weiteren Ausstellungen teilzunehmen. Bis zu 700 Besucher jährlich in den vergangenen Jahren seien „ganz schee respektabel“, meinte Drobilitsch.

Die Besucherzahl heuer war ähnlich gut. Die Kirta-Ausstellung gehört zum festen Bestandteil im Kulturleben in der Isenstadt, wie übrigens auch die musikalische Begleitung der Folk-Gruppe „Irish Moos“ bei der Eröffnung. Nahmen in den Anfängen überwiegend Hobby-Künstler teil, so hat sich das Niveau längst gesteigert, das mittlerweile auch hohen künstlerischen Ansprüchen genügt.

Die 19 Teilnehmer waren zumeist Stammaussteller, mit Liane Harant-Hahn und Markus Erl gesellten sich zwei Neulinge dazu. Präsentiert wurden Bilder, Zeichnungen, Collagen unterschiedlicher Formate, in verschiedenen Techniken, in abstrakter wie gegenständlicher Präsentation, sowie auch Plastiken und Licht-Kunst. Zu betrachten waren etwa eine herbstliche Stimmung am Pillersee in Öl, die Landschaft bei Kaidach als Aquarell oder ein exakt gemalter Löwenkopf, dazu die beeindruckende, übergroße Collage „Isental“ von Anton Empl. Viel Interpretationsraum gab den Betrachtern die „Darreichung“, eins von drei interessanten Werke aus verschiedenen Materialen von Markus Erl. Insgesamt zeigte sich eine wohltuende Bandbreite an Kreativität, mit der die Künstler beeindrucken konnten.

wei

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