Alle Teilnehmer am Musikpreis wurden von der Jury mit Noten 1- und 2-plus bewertet und erhielten Urkunden sowie einen süßen Schokogruß mit dem Stadtwappen. Foto: Brennauer

6. Musikpreis der Stadt

Dorfen zum Klingen gebracht

Dorfen - In der Isenstadt wächst ein hoffnungsvoller wie talentierter Musikernachwuchs heran. Dies wurde beim 6. Musikpreis der Stadt Dorfen eindruckvoll deutlich.

66 Kinder und Jugendliche im ‚Alter von 7 bis 15 Jahren beteiligten sich heuer bei diesem Wettbewerb, der seit 2001 alle drei Jahre gemeinsam von der Stadt Dorfen und der Kreismusikschule Erding veranstaltet wird. Im Rahmen eines abschließenden Preisträgerkonzertes im Jakobmayer-Saal überzeugten die bestbenotetsten Duos und Trios mit anspruchsvollen instrumentalen Interpretationen.

Vorausgegangen war ein öffentliches Wertungsspiel in der Grundschule am Mühlanger bei dem die Teilnehmer aufgeteilt in fünf Altersgruppen – gemessen am Durchschnittsalter der Duos und Trios – ihre selbst ausgewählten Musikstücke aus mindestens zwei Epochen der erfahrenen Jury mit den Musikpädagogen Thomas Breitsameter (Mühldorf), Martin Fredebeul (Ottobrunn), und Matthias Schultheiß (Erding) vortrugen. Die Bewertung erfolgte in Anlehnung der Kriterien des bekannten Wettbewerbes „Jugend musiziert“. In jedem Duo oder Trio musste mindestens ein Mitglied aus Dorfen sein.

„Eigentlich waren sie alle überdurchschnittlich gut, denn jeder, der mitmacht, hat ja schon gewonnen, betonte der Leiter und Organisator Peter Hackel. Aus Zeitgründen konnte man so der stellvertretenden Leiter der KMS Erding, nur die Einserpreisträger in das Abschlusskonzert mit einbinden. Bei dem gelungenen einstündigen Konzert verrieten die Mädchen und Jungen beachtliches Können, exaktes Zusammenspiel sowie rhythmische und spieltechnische Sicherheit mit ihren Instrumenten.

Die rund 150 Besucher darunter zahlreiche Eltern, Geschwister, Großeltern, Verwandte und Freunde zeigten sich begeistert und waren stolz auf ihre jungen wie musikbegabten Künstler. Diese spielten anspruchsvolle Stücke aus den Epochen der Renaissance, des Barocks der, Klassik, der Romantik und der Neuzeit. Gekonnt und filigran beherrschten die jungen Künstler ihre Instrumente vorwiegen Flöte, Klarinette aber Gitarre, Violine, Cello, Hackbrett und Klavier.

Bereits in den Altergruppen 1 a und 1 b ließen die ganz jungen Teilnehmer Antonia Estay-Heydner (Violine), ihr Bruder Fabio (Klavier) und Marlene Heide (Cello) mit dem Pazzicatoständchen von Peter Heilblut aufhorchen. Das Flötentrio Miriam Grurl, Veronika Meier und Leonie Freire überzeugte mit der spannenden Eigenkomposition „Flötenkopfnüsse“. Isabella Dolski zeigte zusammen mit Sophie Niederreiter dagegen wie man den „Bauerntanz“ von Cornelius Gurlitt und das „Kleine Zirkuspferd“ von Anna Terzibasitsch vierhändig mit Spielfreude am Klavier musiziert. Die Altersgruppe 2 mit Teilnehmern zwischen zehn und zwölf Jahren und vielen jungen Musikern die bereits über Wettbewerbserfahrung verfügen war am stärksten vertreten. Auch hier verrieten die ersten Preisträger wie das Altflötentrio Lena Eicher, Sirit Treuter und Fiona Storm mit dem Selbstarrangement der „Bücherwürmer“ oder Leonie Anders (Querflöte), Jahn Böhnke (Gitarre) mit dem Stück „Malaguena“ von Claudia und Peter Hackel viel Talent und Herzblut. Und auch die Altersgruppe 3 war mit hochwertigen Beiträgen vertreten. So begeisterten Michael Hanslmaier und Jakob Dötsch das Publikum mit dem flott gespielten „4-get-Boogie“ von Peter Heger.

Bürgermeister Heinz Grundner zeigte sich begeistert von den musikalischen Darbietungen. „Ihr habt das so stark auf der Bühne herüber gebracht, wenn man beispielsweise bei dem Stück des Querflöten-Trios Adagio und Vivace von Laszlo Zempleni die Augen schloss, glaubte man sich bei 30 Grad Hitze in die Pusta versetzt.“ Auch bei dem Stück „1000 Kraniche“ über die bewegte Geschichte des japanischen Mädchens, das an den Folgen Atombombenabwurfes starb, zeige, so der Stadtchef, was man alles mit Musik ausdrücken kann. Grundner nannte den Musikpreis eine wichtige Einrichtung für die Stadt und die Kinder. Er hoffte, dass diese dabei bleiben und auch ihre Schulfreunde für die Musik begeistern. Der Stadtchef dankte der Kreismusikschule und besonders Peter Hackel für die aufwendige Gesamtleitung und Organisation. Ein Sonderlob für seinen Stellvertreter Hackel hielt auch der Leiter der KMS, Bernd Scheumaier, die wochenlange, engagierte Vorbereitung bereit.

Georg Brennauer

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