Timo Aichele, stellv. Redaktionsleiter

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Kommentar zu den neuen Allianzen beim A94-Protest

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Sie scheinen ein gemeinsames Ziel zu haben: weniger Lärm an der A94. Doch freut sich jeder Politiker über die neuen Weggefährten? Und was haben die Bürger davon?

Bei allem Ärger, bei aller Verzweiflung: Der Kommunalwahlkampf ist genau die richtige Zeit für den Lärm-Widerstand an der A 94. CSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer springt seinen Wahlkämpfern vor Ort bei und verkündet, dass er Lärmmessungen angeordnet habe. Von einem Teilerfolg zu sprechen, wäre aber zu viel. Messungen sind allerdings der notwendige erste Schritt.

Scheuers Kollege auf Landesebene zieht am Mittwoch nach. Hans Reichhart besucht mit MdL Ulrike Scharf Betroffene an der A 94. Hier muss Scharf unbedingt die Anfahrt nutzen, um ihrem Parteifreund den Holper-Asphalt auf der Isentaltrasse vorzuführen. Die Zweifel an der Bauausführung ist auch in CSU-Kreisen Konsens.

Manchen Veteranen des Widerstands stößt dieser neue Schulterschluss aber bitter auf. Nun sollen sie schreiten Seit’ an Seit’ mit den Politikern, die ihnen ihrer Überzeugung nach die Autobahn erst eingebrockt haben. Deswegen blieben einige Widerständler der Kundgebung in Eck auch fern.

Zu sehen war dafür Hans Schreiner, Landratskandidat von FW, Grünen und SPD, – allerdings nicht zu hören. Als fast schon einziger Politiker nahm er sich den Wunsch zu Herzen, dass am Mahnfeuer kein Wahlkampf stattfinden solle. Vornehm bis zur Selbstaufgabe, ließ Schreiner wieder eine Chance verstreichen, seine Positionen bekannt zu machen. Für alle, die ihn nicht kennen: Es war der höfliche Herr mit der neongrünen Jacke.

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