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Fünf Sterne für die Kramerei am Kreisel

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Von: Birgit Lang

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Über die Auszeichnung freuten sich (v. l.) die Bezirksrätinnen Rosi Neumaier-Korn und Maria Grasser, MdL Benno Zierer, die Kramerei-Inhaber Georg Hagl und Jürgen Grininger, Simone Lehmann vom Bundesverband Bürger- und Dorfläden, Dorfens 3. Bürgermeister Sven Krage und Erdings Landrat Martin Bayerstorfer.
Über die Auszeichnung freuten sich (v. l.) die Bezirksrätinnen Rosi Neumaier-Korn und Maria Grasser, MdL Benno Zierer, die Kramerei-Inhaber Georg Hagl und Jürgen Grininger, Simone Lehmann vom Bundesverband Bürger- und Dorfläden, Dorfens 3. Bürgermeister Sven Krage und Erdings Landrat Martin Bayerstorfer. © Birgit Lang

Die Kramerei am Kreisel in Dorfen hat bei einem bundesweiten Dorfladen-Wettbewerb überzeugt und darf sich jetzt „5-Sterne-Dorfladen“ nennen.

Dorfen – Überwältigt war Georg Hagl von der Resonanz am verkaufsoffenen Sonntag in seiner Kramerei am Kreisel. Mehr 1000 Besucher kamen, um einen Großteil seiner gut 40 regionalen Partner kennenzulernen – und um bei einer besonderen Preisverleihung dabei zu sein. Denn die Kramerei gehört zu den Gewinnern der 5-Sterne-Dorfläden des Wettbewerbs der Vereinigung der Bürger- und Dorfläden in Deutschland.

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„Wir haben in allen Bewertungsbereichen – Wirtschaftlichkeit, Sortimentsvielfalt, Teambildung & Motivation, Netzwerkarbeit und Marketing – in allen Kriterien mit voller Punktezahl überzeugt. Und als Gewinner dürfen wir uns auch im Jahr 2023 auf der Grünen Woche in Berlin präsentieren“, erzählte Hagl strahlend.

Kramerei am Kreisel: Zur Auszeichnung gratuliert auch die Politprominenz

Die Auszeichnung fand bereit am 13. November statt. Nun wurde mit dem Preis die dazugehörige Plakette überreicht. Das ließ sich auch die Politprominenz nicht entgehen und gratulierte dem engagierten Geschäftsmann und seinem Mann Jürgen Grininger. Die Auszeichnung prämiere „unternehmerischen Mut, in Dorfen ein Konzept mit regionalen Gemischtwaren umzusetzen“, würdigte 3. Bürgermeister Sven Krage. Gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit spiele die Vermarktung regional produzierter Produkte eine immer größere Rolle.

Von „mutigen Leuten“ sprach auch Landtagsabgeordneter Benno Zierer. Einen solchen „Laden draußen am Dorf“ aufzumachen, traue sich nicht jeder. Dazu brauche es Glück, Durchhaltevermögen und Nachbarn, die einen nicht im Stich lassen, meinte er. Gut erzeugte Lebensmittel würden auch Geld kosten, deshalb seien alle mit in der Verantwortung, dass es solche lokalen Anbieter auch noch künftig gebe. Zu jammern, wenn wieder ein Geschäft vor Ort schließen müsse, helfe dann auch nichts mehr.

Das sah Bezirksrätin Maria Grasser ebenso. Die fünf Sterne seien nicht so leicht zu erkämpfen, betonte sie. Doch Hagl dürfe sich jetzt auf dkiesen Lorbeeren nicht ausruhen, denn man müsse sich alle zwei Jahre wieder für den Preis bewerben. Als Gründerin des Isener Bauernmarkts wisse sie, welchen Zeitaufwand es bedeute, regionale Anbieter zu bekommen. „Ihr habt es geschafft, hier alle zu bündeln, damit ermöglicht ihr, dass man nicht verschiedene Anlaufstellen braucht.“ Diese Art der Vermarktung der Produkte habe für sie „absoluten Vorbildcharakter“.

5-Sterne-Projekt wird vom Wirtschaftsministerium gefördert

Auch Landrat Martin Bayerstorfer fand es hervorragend, wie in der Kramerei „Nahversorgung und Regionalität“ verbunden werden. Im Landkreis gebe es viele Produzenten mit hervorragender Qualität, die aber auch verkauft werden müsse. Der Handel sei das Bindeglied zwischen Produktion und Verbraucher, das sei das entscheidende Moment, die Kramerei mache dieses mit Gefühl und Erfolg.

Das 5-Sterne-Projekt wurde 2020 ins Leben gerufen, erklärte Simone Lehmann vom Bundesverband der Bürger- und Dorfläden. Es handle sich um ein fortlaufendes Projekt, bei dem derzeit mehr als 40 Läden mitmachen und sich alle zwei Jahre qualifizieren können. Es werde vom Wirtschaftsministerium gefördert und habe sich unter anderem als Ziele gesteckt, einen Qualitätsstandard zu definieren, einen Imagewechsel der Läden zu generieren, eine Vernetzung der Läden zu erreichen und das Positive darzustellen, das bis dato erreicht wurde.

All das werde in der Kramerei bestens umgesetzt. So habe erst unlängst ein Käse-Seminar stattgefunden, und alle Kramerei-Mitarbeiter erhielten nach der Preisverleihung von ihren Chefs einen Blumenstrauß und eine Gratifikation in Form von Gutscheinen des Förderkreises. Dass die Stimmung in der Belegschaft stimmt, konnte man am verkaufsoffenen Sonntag sehen. Bestens gelaunt, halfen alle zusammen und freuten sich über den Andrang.

Auch die regionalen Anbieter von Müllerin Monika Drax aus Rechtmehring über die Imker Volker Litzberski aus St. Wolfgang und Herbert Schwarzer aus Dorfen bis hin zu Kwabena Ofori aus Walpertskirchen mit seinen Soßen freuten sich über das große Interesse an ihren Produkten.

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