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Gastronomen aus Leidenschaft: Ashis und Nicole Mohapatra mit ihren Söhnen Samuel (l.) und Leon.

Auszeichnung für Restaurant „Taj“

Kulinarische Liebesgeschichte zwischen Indien und Dorfen

Ashis Mohapatra ist seiner Nicole von Indien bis nach Dorfen nachgereist. Daraus wurden eine Liebe, eine Familie und eine gastronomische Erfolgsgeschichte.

Dorfen – Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Möglich, dass Ashis Mohapatra mit indischem Essen seine Frau bezirzen konnte – sicher ist aber, dass der Inhaber des „Taj“ in Dorfen mit Gerichten aus seiner Heimat die Gastronomie in der Isenstadt belebt und jetzt auch noch die Auszeichnung „Gastro-Diamant Europa für hervorragende Service-Qualität und Gastfreundschaft“ überreicht bekommen hat.

Die Geschichte der Familie Mohapatra wäre übrigens eine gute Bollywood-Vorlage. Nicole machte mit ihren Eltern Urlaub in Indien. Dort lernte sie Ashis kennen, der sich sofort in sie verliebte. „Eines Tages stand er bei mir in Dorfen vor der Tür“, erzählt die heute 29-jährige Dorfenerin. Aus Freundschaft wurde auch bei ihr Liebe, die beiden heirateten alsbald. Nicole Mohapatra blickt stolz auf ihre bildhübschen Söhne Samuel und Leon.

Mittlerweile führt Ashis Mohapatra gemeinsam mit seinem Team drei indische Restaurants – neben dem Dorfener das „Amber“ in München und das „Taj“ in Erding. „Ohne meine Frau und meine neue Familie hätte ich das alles nicht geschafft“, sagt der gelernte Hotelfachmann. Mohapatra ist Gastronom aus Leidenschaft. Viele vegetarische Gerichte stehen auf der Speisekarte, ebenso wie die Klassiker der indischen Küche, etwa Chicken Tandoori mit Naanbrot.

„Ich verwende ausschließlich frische Produkte, achte auf Qualität bei Fleisch und Gemüse“, erklärt er. Und weil gerade die Gewürze die Raffinesse indischen Essens ausmachen, hat er jüngst einen Garten in Dorfen angemietet: „Dort werde ich im kommenden Jahr Safran und Koriander anpflanzen.“

Mohapatra liebt seinen Beruf und seine neue Heimat Dorfen. Heimweh hat er nicht: „Ich bin hier zuhause“, sagt er. Sein Team kommt ebenfalls aus Indien. „Taj“-Mitinhaberin Nicole Mohapatra kümmert sich um Visum und Aufenthaltsgenehmigung der Mitarbeiter, hilft den Männern bei allen sprachlichen und organisatorischen Angelegenheiten. Stolz ist die junge Frau auf die Auszeichnung, die ihr Mann und seine Mitarbeiter bekommen haben, schließlich weiß sie, welche Arbeit dahinter steckt: „Wir planen alles zusammen – und sind beide Familienmenschen.“

Nicht nur das Dorfener „Taj“, sondern auch die anderen beiden Restaurants erhielten den Gastro-Diamanten, mit dem die awi mediengroup Europa alle zwei Jahre die besten Restaurants in Deutschland auszeichnet. „Alle drei Speiselokale sind Vorzeigebetriebe“, sagt Gastro-Testerin Angie Maurer.

Zunächst müsse ein zufriedener Gast den Betrieb empfehlen, erläutert sie. Dann würden die Tester losgeschickt. Mehrmals dinieren diese anonym im Restaurant, stellen die Kellner und Bedienungen auf die Probe und werfen einen Blick in die Küche. Geprüft würden Geschmack und Frische der Gerichte, die Sauberkeit und Hygiene im Restaurant sowie Freundlichkeit und Service. 

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