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Alle zusammen: Zum Schlusslied fanden sich Andrea Traber, Kelly Adesuna, Gastgeberin Birgitt Binder, Sepp Müller, Lisa Schamberger, Eboy und Sonja Schroth (v.l.) sowie die weiteren Musiker auf der Bühne ein.

Von Groove bis Reggae

Lampenfieber und heiße Ryhthmen – Oktoberbrettl im Jakobmayer

Einige Weltpremieren, Akkordeonklänge, afrikanische Rhythmen sowie Groove waren beim Oktoberbrettl im Jakobmayer-Saal in Dorfen zu bestaunen.

Dorfen – Das Brettl, das die Welt bedeutet, war am Samstagabend in Dorfen. Zu hören waren Lieder von Liebe und Schmerz, Akkordeonklänge aus Russland, afrikanische Rhythmen sowie groovige Landler – inklusive einiger Weltpremieren.

Lampenfieber und Nervosität gehören bekanntlich zum Handwerk von Sängern und Musikern, machen erst den Charme der Liedermacher aus. Aufgeregt sei sie immer vor einem Auftritt, bekannte Andrea Traber. Aber das gehöre dazu: „Es ist ein irrsinniges Gefühl, vor anderen Leuten zu singen und zu spielen.“ Mit tiefem Timbre stimmte die Pianistin ein Lied von Axel Prahl an, sang anschließend ein eigenes Lied. Der Text war autobiographisch. Und traurig, handelt von verlorener Liebe.

Daniel Bethmann feiert Weltpremiere

Eine Weltpremiere feierte Daniel Bethmann. Zum ersten Mal stand der junge Dorfener auf einer Bühne. Birgitt Binder, Veranstalterin des alljährlichen Oktoberbrettls, hatte den jungen Mann überredet, seine Lieder erstmals vor Publikum vorzutragen. Nervös setzte sich der junge Mann vors Mikrofon, nahm die Gitarre in die Hand. Anfangs klang seine Stimme noch unsicher, wurde aber schnell kräftiger. Erster Applaus schenkte ihm Sicherheit. Vom Silbersee in Dorfen handelte einer seiner Texte, aber auch über die Liebe philosophierte er. „Zugabe“ rief das Publikum. Und der Bühnen-Neuling setzte sich bescheiden wieder auf seinen Stuhl, spielte ein lustiges Lied von kleinen Kindern und ihren Ansprüchen. „Genau so ist es“, kommentierte Zuhörerin Katharina Börner in der Pause, ebenso begeistert wie das restliche Publikum vom Charme des jungen Sängers.

Lisa Schamberger kann nun gewiss nicht als Neuling bezeichnet werden. Schon seit vielen Jahren steht sie auf der Bühne. Im Jakobmayer-Saal spielte sie Akkordeon und sang Zigeunerweisen, interpretierte Lieder aus Russland und intonierte die Gezeiten des Meeres – alles auf eigene Weise.

Als musikalische Newcomern präsentierten sich Eboy und Kelly Adesuna. Die beiden Flüchtlinge aus Ghana und Nigeria zeigten: Das Rhythmusgefühl afrikanischer Interpreten ist nicht zu toppen. In eleganter Performance bewegten sie sich über die Bühne, die Stimme der jungen Mutter war mitreißend. Einen größeren Gegensatz konnte es kaum geben – nach Rap und Reggae kam d’Housemusi auf die Bühne. Die drei Interpreten sorgten bei Stubenrock mit Zither und Steirischer für ausgelassene Stimmung und sprengten mit ihrer ihrer Ausgelassenheit fast das Brettl im Jakobmayer-Saal. 

Michaele Heske

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