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Der Isenauenpark im Frühling: Dann blühen dort viele Blumen. Mit der Landesgartenschau in Dorfen könnte das Areal entlang der Isen ein regelrechtes Paradies werden.

Entscheidung im Stadtrat 

Dorfen liebäugelt mit Landesgartenschau

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Weg vom Image des geliebten Nests: Geht es nach Bürgermeister Heinz Grundner und der Rathausverwaltung, soll sich Dorfen für die Landesgartenschau für die Jahre 2024 bis 2026 bewerben. Die Stadt wird als möglicher aussichtsreicher Bewerber gesehen.

Dorfen – In einem Atemzug mit Orten wie Augsburg, Rosenheim, Bamberg, Memmingen oder Würzburg genannt zu werden, das hat schon was. Überall dort und noch in wesentlich mehr Städten in Bayern fanden bereits Landesgartenschauen statt. Eine solche gärtnerische Leistungsschau in Dorfen würde das Image der Stadt schlagartig in eine andere Dimension heben.

Der Stadtrat soll in seiner Sitzung am Mittwoch kommender Woche (19 Uhr, Sitzungssaal Sparkasse) darüber beraten, ob sich Dorfen für die Gartenschauen für die Jahre 2024 bis 2026 bewirbt.

Die Chancen für Dorfen als Veranstaltungsort stünden dabei nicht schlecht, so Franz Wandinger aus dem Rathaus. Nach Abgabe einer unverbindlichen Interessensbekundung durch die Stadt und einem Informationsgespräch des städtischen Umweltamtes mit der Geschäftsführerin der Gesellschaft zur Förderung der Bayerischen Landesgartenschauen werde die Stadt als möglicher aussichtsreicher Bewerber angesehen.

Um in die weiteren Auswahlverfahren aufgenommen zu werden, sei jetzt ein Grundsatzbeschluss des Stadtrates für die offizielle Bewerbung erforderlich. „Sollte das Auswahlgremium dann zu dem Ergebnis kommen, dass die Stadt Dorfen als ,heißer‘ Kandidat angesehen wird, sind bis Mitte 2018 die ausführlichen Bewerbungsunterlagen einzureichen“, so Wandinger.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) ist für eine Bewerbung Dorfens. Mit dem Isenauenpark und den Grünzügen rund um das Rückhaltebecken im Süden der Stadt hätte Dorfen geeignete Flächen für eine Landesgartenschau.

Sie wären überdies vom Bahnhof aus für die Besucher alle fußläufig zu erreichen. Das würde bei der Bewerbung sicher eine positive Rolle spielen. Und noch eines sieht Grundner: Alle Standorte von Landesgartenschauen hätten nachhaltig davon profitiert. Eine Kommune erhalte dadurch eine enorme Aufwertung.

Die Kosten, die mit einer Ausrichtung einer Landesgartenschau verbunden sind, sind laut Wandinger „ganz schwierig zu sagen“. Zwischen drei und vier Millionen Euro, aber auch schon zehn Millionen Euro hätten Städte dafür ausgegeben. Allerdings gebe es 50 Prozent Förderung. Wandinger weist aber auch darauf hin, dass da viel Arbeit auf die Stadt zukommen würde. Unter anderem müsste eine eigene GmbH gegründet werden. Allerdings wäre der Imagegewinn für Dorfen „enorm“.

Erding kam nicht zum Zug, profitierte aber

Bei all der aufkeimenden Begeisterung ist aber sowohl Grundner als auch Wandinger klar, dass mit Widerstand gegen das Projekt zu rechnen ist. So haben etwa in Traunstein und Erlangen Bürgerentscheide eine Bewerbung der Städte zu Fall gebracht. Erding hatte sich dagegen 2009 für die Landesgartenschau 2018 beworben, war aber nicht zum Zug gekommen. Die diesjährige Schau findet in Würzburg statt.

Ohne die Bewerbung für die Landesgartenschau 2018 würde der Erdinger Stadtpark aber wohl heute noch so trist aussehen, wie vor Jahren. Und auch der Kronthaler Weiher hat im Zuge der Bewerbung eine enorme Aufwertung erfahren. Erding ist mit seiner Bewerbung für 2018 zwar gescheitert, ein Teil des Konzepts wurde aber umgesetzt. 

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