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Zum Jahrtag der Nikolaibruderschaft im Rathaus trafen sich (vorne, v. l.) Georg Stadler, Thomas Thalmeier, Robert Gerbl, Wilhelm Mayer, Max Schmid, Karl Haberland, Rudolf Thalmeier sowie (hinten, v. l.) Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Steiner, Förster Walter Zwirglmaier, Revierjäger Martin Heigl, Stiftungssekretär Johann Selmair, Bürgermeister Heinz Grundner, Bruderschaftssprecher Georg Brennauer, Stiftungssekretärin Theresa Petrik, Stiftungskaplan Pfarrer Janusz Gadek, stellvertretender Bruderschaftssprecher Karl Hollweck und Martin Eiglsperger. 

Nikolaibruderschaft Dorfen

Mehr dürfen die Niklbrüder nicht helfen

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Die Nikolaibruderschaft hilft schon seit Jahrhunderten bedürftigen Bürgern von Dorfen. Heuer kann die 130 Euro Weihnachtsbeihilfe auszahlen.

Dorfen – Auch das gibt’s: Gerne würde die über 600 Jahre alte Nikolaistiftung der Stadt Dorfen gemäß ihrem Stifterauftrag noch mehr mildtätig wirken. Das sei wegen nicht erlaubter Doppelförderungen schwierig geworden, erklärte Bürgermeister und Stiftungsvorsitzender Heinz Grundner bei der traditionellen Bruderschaftssitzung im Rathaus. Ein Hauptaugenmerk gelte daher der Unterstützung der Tafel Dorfen, die ein sehr wichtiger Baustein im Sozialnetz der Stadt sei. Die Tafel wird von der Nachbarschaftshilfe betrieben und läuft unter der Trägerschaft der Nikolaistiftung.

Grundner sprach von einem stabilen Finanzfundamt der Stiftung und soliden Erträgen. Damit könne man den Stifterwillen, mildtätig zu wirken, erfüllen. In Fällen, in denen es bereits staatliche Hilfe gebe, dürfe die Stiftung nicht mehr tätig werden. Weder 2018 noch heuer habe es einzelne Notfälle gegeben, in denen man hätte helfen können.

Eine Weihnachtsbeihilfe ist eine weitere Sozialleistung, die die Sozialstiftung alljährlich entsprechend der Stiftungserträge gewährt. In den Genuss kommen Empfänger von Sozialhilfe und Grundsicherung (Rentner) und Kinder aus Haushalten mit geringem Einkommen aus dem Gemeindebereich.

Laut Nikolaistiftungssekretärin Theresa Petrik stehen 20 000 Euro für die Weihnachtsbeihilfe und die Nikolausfeier für Kinder von Asylsuchenden im Jakobmayersaal zur Verfügung. Die Stiftungsbrüder stimmten dem Satz von 130 Euro Beihilfe zu, den der Stiftungsbeirat vorgeschlagen hatte.

„Die Stiftung ist schuldenfrei“, gab Petrik im Finanzbericht bekannt. Nicht nur das: Das Eigenkapital liegt bei 4,7 Millionen Euro plus „relativ hohe“ liquide Mittel von fast 604 000 Euro. Investitionen seien nicht vorgesehen.

Rund 36 000 Euro wurden durch Mieten erzielt – aus dem Bereich Gebäude (meist Erbpacht) und Grundstücke. Aufwendungen dafür waren 3580 Euro. Weitere Erträge brachte die Bewirtschaftung des Nikolai-Walds mit rund 38 000 Euro. Eingeschlagen wurden rund 800 Festmeter Holz, darunter waren 40 Prozent Schadholz nach Borkenkäferbefall.

Aufwendungen für den sozialen Stiftungszweck waren unter anderem knapp 5700 Euro für die städtischen Obdachlosenzimmer und die Tafel, 2600 Euro fürs Tafelauto, 3200 Euro für die Gewährung von Schulmaterial und Freikarten fürs Schwimmbad an bedürftige Kinder und 5100 Euro für die Niklbrüder.

Wer in die zwölfköpfige Bruderschaft aufgenommen werden will, muss sich in der Bruderschaftssitzung persönlich bewerben. Heuer meldete sich niemand, was selten ist. Insgesamt 63 Anwärter stehen auf der Warteliste. Nur wenn ein Niklbruder verstirbt oder verzichtet, rückt der nächste Anwärter nach.

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