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Photovoltaik als relevante Größe im Strom-Mix der Zukunft

So wird Dorfen klimaneutral

Mit einem Energienutzungsplan in eine umweltfreundliche Zukunft

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Er soll der Grundstein für eine lokale Energiewende in Dorfen sein: ein Energienutzungsplan in Kooperation mit den Stadtwerken.

Dorfen – Die Stadt plant einen digitalen Energienutzungsplan in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Dorfen. Der Umwelt-, Natur- und Klimaausschuss hat den entsprechenden Empfehlungsbeschluss einstimmig gefasst., nach dem dafür die Haushaltsmittel 2020 bereitgestellt werden sollen. Anita Herbst von der Stadtverwaltung geht von einem niedrigen sechsstelligen Betrag bei 70 Prozent Förderung aus.

Der Energienutzungsplan (ENP) sei gleichsam eine „Bedienungsanleitung für die lokale Energiewende“, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Steiner den Stadträten im Ausschuss. Ein Ziel sei am Ende der Aufbau einer eigenständigen Versorgung der Kommune durch erneuerbare Energien. Das sei auch eine Frage der Stadtentwicklung – „ganz unabhängig davon, wem die Flächen gehören“, so Steiner.

Ein ENP habe für ihn den Charme, das „Theoretisieren mit der praktischen Umsetzung zu verbinden – insbesondere wenn man Energieversorger vor Ort hat“, erklärte Bürgermeister Heinz Grundner (CSU). Die Umsetzung der Maßnahmen könne „durch Investitionen, Erlöse und Gewerbesteuereinanehmen einen beträchtlichen UImpuls für die regionale Wertschöpfung erbringen“, sagte auch Steiner.

„Ich sehe den Energienutzungsplan als gute Grundlage“, erklärte Umweltreferent Gerald Forstmaier (GAL), der unabhängig davon die Schaffung einer Stelle für einen kommunalen Klimamanager beantragt hatte. Das sei damit für ihn aber nicht gestorben. Denn in der Umsetzung der Maßnahmen werde dann ein solcher Experte ein wichtiger Ansprechpartner für die Bürger sein. „Ich ziehe also meinen Antrag zurück, werde ihn aber in einem Jahr erneut stellen“, kündigte Forstmaier an.

Wichtig werde der Ausbau dezentraler Stromerzeugung mit Kraftwärme-Kopplung für die Grundlast werden, sagte der Stadtwerke-Geschäftsführer. „Das kommt eine komplette Umstrukturierung auf uns zu – insbesondere auf dem Land. Die Gefahr beim weiteren Ausbau der Erneuerbaren sei ohnehin ein „Entsolidarisierungsprozess“, erklärte Steiner. „Es kann nicht sein, dass nur das Land die Lasten trägt.“ Die Stadtwerke seien gerade am Sondieren, wo an der A 94 noch Flächen für Freiflächen-Photovoltaik zur Verfügung stehen.

Rudolf Angermeier (EWG) kritisierte die Schaffung von immer weiteren Solarstrom-Äckern. „Jetzt gehören erst einmal die Dächer angezapft, bevor man weitere Flächen vernichtet“, sagte er. Die Dimensionen verdeutliche Steiner mit Zahlen für den ganzen Freistaat. 2017 seien mit installierten Photovoltaikanlagen 11,2 Terrawattstunden Strom erzeugt worden – der Jahresbedarf von 400 000 Haushalten. Fast das Dreifache an Leistung (30 TWh) sei nun das Ziel das Staatsregierung. „Da sprechen wir über die Umwidmung von landwirtschaftlichen in Energieerzeugungsflächen in großem Stil. Anders wird’s nicht gehen“, erklärte Steiner.

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