Landesgartenschau 2024

Dorfen nimmt die erste Hürde

Dorfen ist weiter im Rennen um die Landesgartenschau 2024. Favorisiert wird vom Veranstalter die heftig umstrittene Fläche Freibad mit Sport- und Tennisplätzen.

Dorfen – Im Stadtrat war es zuletzt wegen der Flächenmeldung (Freibad, TSV-Gelände, Tennisplätze) zu heftigen Debatten gekommen (wir berichteten). Vor allem SPD und GAL-Fraktion fühlten sich überrumpelt, weil man von der Meldung des Bad-Areals nichts gewusst habe und sich jetzt unter Zeitdruck sehe. Nun ist bis Juni über eine Absiedlung des Freibads zu entscheiden, das laut Bauverwaltung 2023 ohnehin ein kompletter Sanierungsfall ist.

Am Freitag wurde im Fachausschuss der Bayerischen Landesgartenschau GmbH beraten und Vorentscheidungen troffen. Geschäftsführerin Dagmar Voß und die Stadt gaben gestern in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt: „Dorfen ist weiterhin im Rennen.“ Das bedeutet, die Stadt steht „bei einer endgültigen Bewerbung mit Konzeptvorstellung in der Endauswahl“. Voß erinnert, der Stadtrat habe sich bereits mit dem Themenkomplex „Durchführung der Landesgartenschau“ befasst. In der jüngsten Sitzung wurde mehrheitlich beschlossen, beide Areale (Krautäcker und Hochwasserbecken Süd sowie Freibad und Sportplätze) als potenzielle Flächen für die Durchführung einer Landesgartenschau weiter zu verfolgen. Der Fachbeirat sei zu dem Ergebnis gekommen, berichtet Voß, „dass die im Zusammenhang mit den Bereichen um das Regenrückhaltebecken sowie der verbliebenen Niedermoorresten stehenden Flächenpotenziale für die Durchführung einer Gartenschau zu wenig städtebauliches Verbesserungspotenzial bieten würde“. Somit könnten lediglich „die von der Stadt als zweite Alternative genannten derzeitigen Sport-, Erholungs- und Freizeitflächen in Frage kommen“. Die Geschäftsführerin weist darauf hin, es bleibe der Stadt freigestellt, ob und inwieweit Dorfen auf dieser Grundlage nun eine offizielle Bewerbung mit Vorlage eines tragfähigen Konzeptes weiterverfolgt. Soll die Bewerbung weitergehen, muss bis spätesten zum 29. Juni ein Konzept eingereicht werden. Im Falle eines Zuschlags sei für Dorfen die Ausrichtung dennoch „nicht gesichert“, da lediglich drei Gartenschaujahre unter Beteiligung weiterer Interessenten vergeben werden. Voß meinte, sie könne jedoch feststellen, dass für Dorfen die Befassung mit dem Thema „positiv zu beurteilen ist“. Erarbeitete Konzepte könnten weiterentwickelt und zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt dienen.

Hermann Weingartner

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