+

Geplante Ausweitung

Notfallversorgung in der Klinik Dorfen

  • schließen

Mehr medizinische Angebote für Dorfen und Umgebung: Das ist das Ziel des Krankenhausausschusses des Landkreises Erding.

Dorfen – Das Angebot am Krankenhaus Dorfen soll ausgebaut werden. Im Gespräch ist eine Ausweitung der Notfallversorgung. Der Krankenhausausschuss des Landkreises tagte zu diesem Thema am Montag in Dorfen. Einstimmig nahmen die Räte einen CSU-Antrag an, wonach weitere Entwicklungsmöglichkeiten geprüft und in der Strategietragung des Ausschusses im Januar 2020 besprochen werden sollen.

Die Krankenhausleitung werde nun verschiedene Optionen prüfen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes dazu.

Die CSU-Kreistagsfraktion hatte im Oktober beantragt, weitere Entwicklungsmöglichkeiten für den Klinikstandort Dorfen aufzuzeigen und auch umzusetzen. In den vergangenen 15 Jahren war die Klinik Dorfen schon immer wieder gestärkt worden. Dazu gehören beispielsweise das MVZ Dorfen sowie das Ärztehaus mit Apotheke, das in unmittelbarer Nachbarschaft zur Klinik gebaut wurde, sowie die Onkologie, die vor mittlerweile zwölf Jahren etabliert wurde. Auch jüngste Maßnahmen wie die Einrichtung der stationären Schmerztherapie und des Schlaflabors gehören dazu.

Dieser Weg soll weiterverfolgt werden, um die Klinik Dorfen zu entwickeln. Denn die demographische Entwicklung des Landkreises mache, so der Antrag, zusätzliche Einrichtungen notwendig, die in Dorfen etabliert werden könnten. Vorstellbar seien die Einrichtung einer Geriatrieabteilung, einer Palliativstation, einer Pneumologieabteilung oder der weitere Ausbau des Schlaflabors.

Landrat Martin Bayerstorfer begrüßte den Antrag in der Sitzung und führte zusätzlich den Ausbau der notfallmedizinischen Versorgung vor Ort an, der wünschenswert wäre. „Wir sollten die Klinik Dorfen nicht auf dem jetzigen Stand belassen“, so der Landrat, „sondern darüber nachdenken, wie wir sie zukunftsgerecht weiter entwickeln können.“

Auch Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner, der ein Mitunterzeichner des Antrags ist , sprach sich sehr für eine Ausweitung des Angebots aus. Der Erhalt des Dorfener Hauses sei zwingend notwendig für die medizinische Versorgung im südöstlichen Landkreis.

Der Vorsitzende der CSU-Fraktion und HNO-Arzt in Erding, Dr. Thomnas Bauer, hatte in dem Antrag an die Auflösung der defizitären Kurzzeitpflege erinnert, die keine originäre Aufgabe des Klinikums gewesen sei. Dadurch seien Raumkapazitäten frei geworden, die nun anderweitig genutzt werden sollen. „Vorstellbar ist hier beispielsweise die Einrichtung einer Geriatrieabteilung, einer Palliativstation, einer Pneumologieabteilung oder der weitere Ausbau des Schlaflabors“, schreibt Bauer.

In ihrer Stellungnahme verweist die Klinikleitung auf das altersbedingte Ausscheiden des langjährigen Chefarzts Dr. Ludwig Rudolf zum Jahresende 2020. Dies könne zum Anlass genommen werden, für die Klinik Dorfen eine langfristige, sichere Perspektive zu entwickeln.

Bayerstorfer schlug vor, einen Bereitschaftsdienst in der Notfallversorgung aufzubauen. Hier könne man eventuell Hausärzte in Bereitschaftsdienste einbinden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Absolutes Halteverbot an Marie-Pettenbeck-Schule
Es ist spürbar besser geworden“, sagte 3. Bürgermeister Christian Pröbst am Mittwoch im Wartenberger Marktrat und meinte damit die Verkehrssituation an der …
Absolutes Halteverbot an Marie-Pettenbeck-Schule
CSU Pastetten: Für die Kommunalwahl nur eine Frau auf der Liste
Matthias Zimmerer wurde offiziell als Bürgermeisterkandidat der CSU Pastetten nominiert. Er führt auch die Liste an, auf der nur eine Frau steht. 
CSU Pastetten: Für die Kommunalwahl nur eine Frau auf der Liste
Flammender Widerstand an der A94: Lärmgeplagte entzünden Mahnfeuer
Der Lärm an der A94 lässt die Anwohner nicht ruhen. Am Donnerstagabend  wurden viele Mahnfeuer entlang der umstrittenen Isentaltrasse entfacht. Bei Dorfen aber auch in …
Flammender Widerstand an der A94: Lärmgeplagte entzünden Mahnfeuer
FDP hofft auf drei Stadtratssitze mit Anne Conelly als Spitzenkandidatin
Einen Sitz hat die FDP im Erdinger Stadtrat. Drei sollen es bei der Kommunalwahl 2020 werden. Bei der Aufstellungsversammlung wurde nun die Kandidatenliste beschlossen.
FDP hofft auf drei Stadtratssitze mit Anne Conelly als Spitzenkandidatin

Kommentare