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Die Ansprechpartnerin: Kristina Schmitz leitet den Familienstützpunkt.

„Lotse, Wegweiser, Türöffner“ für Familien in Dorfen

Rat, Hilfe und Treff für Familien in Dorfen

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Wenn Dorfener Eltern  nicht mehr weiter wissen, dann bekommen sie Rat und wichtige Infos im neuen Familienstützpunkt im Kinder- und Jugendhaus. Aber sie können auch einfach auf einen Kaffee vorbeikommen. Pädagogin Kristina Schmitz heißt sie willkommen.

Dorfen – Das Dorfener Netzwerk für Familien bekommt einen neuen wichtigen Knotenpunkt. Im Kinder- und Jugendhaus am Rinninger Weg wurde am Donnerstag offiziell der Familienstützpunkt Dorfen eröffnet. Ansprechpartnerin ist Pädagogin Kristina Schmitz, die bereits seit der Eröffnung der Einrichtung im Jahr 2008 dort arbeitet. Der Stützpunkt „ist gut eingebettet. Ich bin Gott sei Dank keine Einzelkämpferin und arbeite mit einem starken Team zusammen“, sagte sie bei der kleinen Feier.

Der Stützpunkt solle eine erste Anlaufstelle und ein Begegnungsort für Familien sein, erklärte Schmitz. „Lotse, Wegweiser, Türöffner“ bei allen Fragen rund um das Familienleben, das sei ihre Aufgabe – ob bei Konflikten, Schulproblemen oder der Suche nach Informationen über Spielgruppen, Betreuung oder gar Schulden und vieles mehr. Die 39-Jährige lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Alter von ein bis 18 Jahren in Oberdorfen. Die neue Zehn-Stunden-Stelle als Familienstützpunkt-Leiterin habe sie nun nach der Elternzeit angetreten, verriet Schmitz auf Nachfrage.

Kinderhaus-Leiterin Therese Englmeier begrüßte die geladenen Gäste und entließ die Mädchen und Buben, die gerade ein Ständchen gesungen hatten, zum Spielen nach draußen. „Wir sind stolz bei den ersten Drei dabei sein zu dürfen“, erklärte Bürgermeister Heinz Grundner. Denn neben Dorfen sind heuer Stützpunkte in Taufkirchen und Forstern in Betrieb gegangen. Wartenberg soll im kommenden Jahr folgen, für einen weiteren im westlichen Landkreis laufen Gespräche.

Grundner wies auf das große Netzwerk für Familien in Dorfen hin. Neben den Schulen gebe es elf Kinderbetreuungseinrichtungen, ein großes ehrenamtliches Angebot, die Kreismusikschule und vieles mehr. „Dennoch ist es in der heutigen Zeit nötig, dass man auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert“, sagte der Bürgermeister. Insofern schließe der Familienstützpunkt eine Lücke, wo man früher vielleicht Großeltern oder sogar Urgroßeltern um Rat und Unterstützung bitten konnte.

Der Landkreis Erding ist nach den Worten von Landrat Martin Bayerstorfer sehr jung und erlebt einen starken Wechsel in der Bevölkerung. „Damit sind junge Eltern oft ein Stück weit entwurzelt“, sagte der Landrat. Umso wichtiger seien dezentralen Angebote wie an den Familienstützpunkten.

„Ich arbeite bedarfsorientiert und bin gerade dabei herauszufinden, was Familien an bildenden Angeboten brauchen“, erläuterte Schmitz den Gästen aus Kinderbetreuung und Politik. Schwerpunkte wolle sie auf kulturelle Vielfalt und Nachhaltigkeit legen. So könne man bei einem Nachhaltigkeitsnachmittag vor Weihnachten Geschenktüten aus Zeitung basteln.

Die Pädagogin war bisher mit dem Aufbau des Stützpunkts beschäftigt. Dennoch sei sie schon zu einer Beratung aufgesucht worden, erzählt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. „Dabei ist herausgekommen, dass es in Dorfen ganz wenig für Alleinerziehende gibt.“ Hier wolle sie auf jeden Fall tätig werden und ein Netzwerk knüpfen, in dem sich Alleinerziehende austauschen und sich auch gegenseitig bei der Betreuung unterstützen können.

Das könnte ein Wunsch am Wunschbaum sein, den Schmitz im Foyer für den Familienstützpunkt aufgestellt hatte. Die Gäste konnten, angelehnt ans Kinderhaus-Logo, kleine Hände mit Anregungen beschreiben und dort aufhängen. TIMO AICHELE

Informationen über den Familienstützpunkt Dorfen

Pädagogin Kristina Schmitz bietet montags von 14.30 bis 16 Uhr und mittwochs von 8.15 bis 9.15 Uhr offene Sprechstunden an, zusätzlich nach Vereinbarung. Einmal monatlich wird es an einem Mittwoch von 9.30 bis 11 Uhr ein Café im Kinder- und Jugendhaus geben. Der erste Termin ist der 23. Oktober. Zusätzlich können Termine mit der Erziehungsberatung des Landratsamtes vereinbart werden.

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