Kein Barfußweg aber viele andere Neuerungen

Schönheitskur für den Dorfener Stadtpark mit neuem Ruhebereich

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Der Dorfener Stadtpark soll gemütlicher werden. Neben neuen Bänken und LED-Leuchten soll ein Ruhebereich und eine Netzbrücke entstehen.

Dorfen– „Der Dorfener Stadtpark soll gestalterisch aufgewertet und damit seine Attraktivität gesteigert werden“, erklärte Citymanager Markus Jocher in der Sitzung des Bauausschusses der Stadt. Bis auf einen seiner Vorschläge waren die Ausschuss-Mitglieder von dem Konzept angetan.

„Ein Barfußweg soll der Ausgangspunkt sein“, schwärmte Jocher und stellte dazu zwei Varianten vor, eine lange und eine kurze. Dazu soll es eine Netzbrücke geben, einen Ruhebereich mit Sitzgelegenheiten sowie neue Metallbänke. Außerdem wird die Beleuchtung auf LED umgerüstet. An den Bäumen sollen botanische Beschilderungen angebracht werden, dazu historische Infotafeln, etwa am Lehrer-Michel- und am Vertriebenen-Denkmal. „Sportgeräte sind nicht realisierbar“, stellte Jocher fest. „Wenn, dann nur ein Lauf- beziehungsweise Walking-Weg.“

Gesamtkosten maximal 48 000 Euro

Die Gesamtkosten schätzte er auf 44 000 bis 48 000 Euro, wobei der Barfußweg mit maximal 15 000 Euro veranschlagt sei, die Beleuchtung mit etwa 8000 Euro, der Ruhebereich mit 5500 und die Bänke mit 6000 Euro.

„Der Stadtpark bietet ein erhebliches Potenzial“, kommentierte Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) die Ausführungen des Citymanagers. „Aber auf nur einem Hektar Fläche ist nicht allzu viel möglich.“ Martin Heilmeier (LDW) fand es „grundsätzlich gut, dass was gemacht wird“, konnte sich aber mit dem Barfußweg nicht recht anfreunden. „Man kann in jeder Wiese barfuß gehen“, meinte er, fügte aber an: „Die kleine Variante wäre okay, er muss aber dann auch gepflegt werden.“ Für ihn sei fraglich, ob der Barfußweg angenommen würde, sagte Günther Drobilitsch (Gemeinwohl) . Das sah auch Andreas Hartl so. „Ich habe das schon oft gesehen“, berichtete der GAL-Stadtrat: „Am Anfang rennt jeder mal durch, und dann nicht mehr.“

Barfußweg wurde abgelehnt

„Die Aufenthaltsqualität im Stadtpark ist bis dato sehr gering“, stellte Ludwig Rudolf (CSU) fest, der die Form der liegenartigen Bänke im geplanten Ruhebereich kritisierte. „Ältere Leute sollten da schon ohne Hilfe wieder rauskommen“, mahnte er. Wichtig sei für ihn, auch mal Veranstaltungen im Stadtpark zu machen, „um eine dauerhafte Frequenz herzukriegen“. Für Rudolf werde der Stadtpark bislang „weit unter Wert verkauft. Wir haben da was Schönes, aber keiner nutzt es.“

Bei der Abstimmung über die einzelnen Punkte waren die Räte einstimmig für einen Ruhebereich mit Holzliegen, eine Netzbrücke, zehn neue Bänke, eine neue LED-Beleuchtung und die vorgeschlagenen Beschilderungen. Die lange Variante des Barfußwegs wurde einstimmig abgelehnt, die kurze mit 4:7-Stimmen ebenfalls, sodass es keinen Barfußweg im Dorfener Stadtpark geben wird.

Wolfgang Krzizok

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