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Fußball war sein Leben! Simon Oberhofer, Stamm-Keeper beim TSV Dorfen, wurde nur 18 Jahre alt. Was bleibt, sind viele wunderschöne Erinnerungen.

„Er hat sich immer durchgekämpft“

Simon (18) ertrank an Fasching im Fluss: Nachruf auf eine große Persönlichkeit

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Wenige Stunden nach dem Hemadlenzn-Umzug in Dorfen ist Simon Oberhofer (18) in der Isen ertrunken. Sein Tod hat die Menschen weit über seine Heimatstadt hinaus zutiefst erschüttert. Und das bis heute. Das Geschehene und die Trauer sind in Worte nicht zu fassen. Unser Nachruf auf einen Menschen, der vielen fehlt. 

Dorfen -  Auf Christine Oberhofers Handy sind zwei Bilder. Eines zeigt ihren Sohn Simon im Hemadlenzn-Kostüm, das andere den 18-Jährigen mit seiner Freundin Nadine auf dem legendären Faschingsumzug in Dorfen (Kreis Erding). Auf beiden Bildern strahlt Simon. Und doch sind es unfassbar traurige Aufnahmen. Denn es sind die letzten von ihm. Nur wenige Stunden später ist Simon tot. Nach dem Umzug ertrank der Dorfener auf tragische Weise in der Isen (Hier lesen Sie den ganzen tragischen Vorfall).

Simon (18) ertrank nach Faschingsumzug: Der Fußballverein war seine Welt

Über 1000 Freunde und Weggefährten kamen zu seiner Beerdigung – ein Beleg, wie sehr Simon Menschen für sich einzunehmen verstand. Das begann in der ersten Klasse, als Simon zu den Fußballern des TSV Dorfen ging. Die vierte Auswahl der F-Jugend suchte einen Torwart. Der völlig Unerfahrene meldete sich. Das war seine Position bis in die A-Jugend. „Am Anfang war es schlimm. Er weinte bei jedem Treffer, den er kassierte“, erinnert sich seine Mutter. „Doch irgendwann hat er nicht mehr geweint.“

„Hat sich immer durchgekämpft“ - Simons Mutter verabschiedet sich von Sohn

Eine typische Szene. „Simon hat sich immer durchgekämpft, wollte für andere da sein, liebte die Familie und die Gesellschaft“, sagt die Mutter. Für andere da war er auch beim TSV-Nachwuchs, wenn der Kapitän immer schon eine Stunde vor dem Training auf dem Platz stand, um mit den Kindern zu üben. Der Verein war seine Welt. Beim Abschiedsgottesdienst war die Kirche voller Kameraden in blauer Vereinskleidung des TSV. Einer hatte einen unfassbar traurigen, aber rührigen Rap für Simon komponiert. (Lesen Sie hier von der emotionalen Trauerrede von Simons Vater beim Abschiedsgottesdienst.)

Das einzige Kind seiner Eltern: Simon wollte Lehrer werden - wie sein Vater

Am Gymnasium war er Oberstufensprecher, 2018 hielt er die Abiturrede. „Wir haben das erst kurz vorher erfahren, er hat nie Aufhebens um sich gemacht“, schildert sein Vater Michael.

Der Leiter der Isener Mittelschule war so stolz, dass das einzige Kind in seine Fußstapfen trat. Nach dem Abi schuftete Simon bei der Post und gönnte sich nur ein paar Tage Urlaub, ehe er sein Studium für Lehramt an Mittelschulen begann. Nach Fasching wollte er ein Praktikum an der Förderschule Dorfen antreten. Simon – ein Beispiel, wie man mit 18 schon eine große Persönlichkeit sein kann.

Lesen Sie auch:  Simon (18) fällt in Fluss und ertrinkt - Unglück soll sich nicht wiederholen

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