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Die Dorfener Grünen wollen zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen. Dafür werben (v.r.) die Stadträte Gerald Forstmaier, Ursula Frank-Mayer, Andreas Hartl und die Grünen-Mitglieder Susanne Streibl und Urs Ickler mit Kindern.

Grüne wollen Umstieg aufs Fahrrad

Dorfen soll zur Radlstadt werden

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Selbst in die Pedale treten anstatt Gas geben. Die Dorfener Grünen wollen möglichst viele Autofahrer zum Umsteigen auf das Fahrrad bewegen. Mit dazu beitragen soll auch die Stadt Dorfen. Die soll den Radverkehr in der Stadt fördern.

Dorfen – Das Thema nichtmotorisierter Verkehr ist bei den Grünen in Dorfen schon lange Thema. Schon Anfang der 2000er Jahre drängte die damalige Umweltreferentin und das heutige Grünen-Vorstandsmitglied Hanna Ermann auf den Ausbau von Rad- und Fußwegen in Dorfen. 2009 kam das Thema auch in den Klimabeirat des Stadtrates. Ermann warb damals schon dafür, vor allem den Fahrradverkehr aufzuwerten und auszubauen. Damals lag der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehr bei 2,5 Prozent – und damit deutlich unter den Werten anderer Städte.

Zwar fahren mittlerweile mehr Leute mit dem Fahrrad, als noch damals, doch den Dorfener Grünen ist das nicht genug. Die Leute zum Umsteigen aufs Fahrrad zubewegen, darin sehen die Grünen nächstes Jahr eine ganz besondere Chance. Denn mit der geplanten Erneuerung der Isenbrücke an der B 15 eine Maßnahme ins Haus, die die Verkehrsflüsse für den motorisierten Verkehr deutlich beeinträchtigen wird. Durch die Sperrung der Ortsdurchfahrt auf der Bundesstraße werden zwangsläufig nicht wenige Autofahrer auf das Fahrrad umsteigen. Die Gelegenheit, „ihnen die Vorteile dieses lärm- und abgasfreien, platzsparenden und obendrein gesundheitsfördernden Verkehrsmittels schmackhaft zu machen“, glaubt Ermann.

Doch die Dorfener Grünen möchten nicht nur örtliche Problempunkte aufzeigen, sondern auch grundsätzlich darüber informieren, welche Instrumente es gibt, den Radverkehr zu fördern. „Wir empfehlen, dass sich Dorfen der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) anschließt“, so Parteimitglied Susanne Streibl. „Mit deren Unterstützung könnte die Stadt ihre Fahrrad-Infrastruktur Schritt für Schritt optimieren.“ Denn während in vielen größeren Städten die Infrastruktur für den Radverkehr gut oder sogar sehr gut ausgebaut sei, werde in ländlichen Regionen wie Dorfen „das Fahrrad bisher eher als Sportgerät für die Freizeit betrachtet und kaum als ernst zunehmendes Verkehrsmittel“.

Doch das wird sich ändern: „In dem Maße, in dem die Diskussion um den Klimaschutz an Fahrt aufnimmt, ist im ganzen Land die Bereitschaft zu spüren, dem Fahrradverkehr mehr Gewicht beizumessen. Schließlich muss auch der Verkehrssektor seinen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten“, betont Ermann. Wichtig sei hier, das sich die Straßenverkehrsordnung in einigen Punkten zugunsten des Radverkehrs ändern müsse. Denn mit der wachsenden Verbreitung von Pedelecs, Fahrrad-Anhängern und Lastenfahrrädern habe sich der Radverkehr in den letzten Jahren sichtbar gewandelt. Für Ermann ist daher klar: „Die Infrastruktur muss entsprechend mitwachsen, damit auch die schnelleren und größeren Zweiräder ungehindert vorankommen können.“

Ja, mir san mi’m Radl da

Unter diesem Motto veranstalten die Grünen am Dienstag, 23. Juli, um 20 Uhr im Jakobmayersaal einen Infoabend zum Radverkehr in Dorfen. Dazu kommt Michael Stanglmair, der stellvertretende Landesvorsitzender des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) nach Dorfen. Im zweiten Teil des Abends werden konkrete Beispiele aus dem Dorfener Stadtgebiet zeigen, wo Problempunkte sind wie sie entschärft werden können.

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