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Das neue Autobahnteilstück reicht von Pastetten über Dorfen bis Heldenstein.

A 94-Eröffnung

Dorfen – an der Autobahn

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Am Montag Nachmittag wird Dorfen zu einer Stadt an der A 94. Für die einen ist die Autobahn ein großartiges Projekt, für die anderen ein großer Fehler.

Dorfen – Montag Nachmittag ist es soweit: Mit der offiziellen Eröffnung der Isentalautobahn durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und seinem bayerischen Kollegen Hans Reichhart wird Dorfen zur Stadt an der A 94. 33 Kilometer lang und 440 Millionen Euro teuer ist das Autobahnteilstück zwischen Pastetten und Heldenstein, das am morgigen Dienstag im Laufe des Tages auch für den Verkehr freigegeben wird. 

„Die Region hat lange darauf gewartet“, betont Bayerns Verkehrsminister Reichhart. „Von der besseren Anbindung der ländlichen Region an die Metropolregion werden die Kinder derer, die laut dagegen protestiert haben, noch lange profitieren.“ Das sehen Anwohner und Naturschützer allerdings anders. 

Kritik seitens Umweltschützer

Für Richard Mergner, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz (BN) in Bayern, wird „eines der naturzerstörendsten und flächenfressendsten Vorhaben“ in Betrieb genommen. „Es ist in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens ein besonders drastisches Beispiel für die verfehlte Verkehrspolitik der Staats- und Bundesregierung.“ 

Über 470 Hektar Land wurden laut BN versiegelt. Rita Rott vom Bund Naturschutz Dorfen sagt: „Wir werden uns am Abend dieser Autobahn A 94-Eröffnung nochmal im Dorfener Jakobmayersaal zusammenfinden. Wenn auch der Anlass alles andere als freudig ist, so wird es doch keine Trauerfeier werden. Denn neben unserer Wut auf die Verantwortlichen für diese Zerstörung, bleibt doch die Erinnerung an den großartigen Zusammenhalt in den vielen Jahren des gemeinsamen Kampfes.“

Lesen Sie auch: Vier Jahrzehnte Widerstand – Den Kampf gegen die A 94 aufrecht verloren

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