+
Stadtbus-Präsentation (v. l.): Förder kreis-Chef Stefan Tremmel, Busfahrer Josef Watzka, Anita Feckl (Leiterin Verkehrs- und Ordnungsamt), Bürgermeister Heinz Grundner, Stadtwerke-Chef Klaus Steiner und Busunternehmer Josef Kalb. 

Erleichterung beim Ein- und Aussteigen

Stadtbus ist jetzt barrierefrei

  • Anton Renner
    vonAnton Renner
    schließen

Es ist ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung Barrierefreiheit: Der Dorfener Stadtbus ist jetzt auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen leicht zugänglich.

Dorfen – Ein Niederflurbus erleichtert Fahrgästen mit behinderungs- oder altersbedingten Einschränkungen das Ein- und Aussteigen.

Beschafft hat den Niederflurbus das Busunternehmen Kalb, das im Auftrag der Stadt die Stadtbuslinie betreibt. Die Betriebskosten für den neuen Bus liegen bei etwa 48 800 Euro im Jahr. Die Stadt übernimmt zu den bisherigen 27 000 Euro zusätzlich 6000 Euro. Der Stadtbus wird mit insgesamt 11 000 Euro vom Förderkreis Dorfen und den Stadtwerken Dorfen gesponsert. Die Einnahmen, die über den Verkauf der Fahrkarten generiert werden, lagen bisher bei etwa 4800 Euro im Jahr.

Weiterhin kann der Bus acht Personen befördern – das gilt auch während der Corona-Krise. Wer mitfahren will, muss aber eine Mund--Nasen-Maske tragen. Überdies sind beim Ein- und Aussteigen die vorgeschriebenen Abstandregeln einzuhalten. Der Citybus fährt im Stadtbereich Dorfen halbstündlich mehr als 20 Haltestationen an.

Der Bus ist 2015 auf Initiative der SPD gestartet. In Spitzenmonaten werden über 800 Fahrgäste gezählt, im Durchschnitt um die 700, wie Zahlen des Verkehrsamts belegen. Finanziert wird das Angebot durch die Stadt, Sponsoren und Einnahmen durch Fahrkarten. Ein ähnliches Angebot für den Außenbereich hat die Stadt mangels Interesse der Bürger ad acta gelegt.

Nicht aufgegriffen hat die Stadt ein Anliegen mancher Busnutzer, die Fahrzeiten auszuweiten. Bisher verkehrt der Kleinbus Montag bis Freitag im halbstündlichen Turnus. Die erste Tour beginnt um 8.30 Uhr, die letzte Runde startet um 16.30 Uhr jeweils am Marienstift Dorfen. Mittags zwischen 12 und 14 Uhr ist kein Betrieb. Nicht nur regelmäßige Nutzer wünschen sich einen Fahrplan zwischen morgens und abends 20 Uhr, da solange auch die Verbrauchermärkte offen hätten. Auch ein Samstagsangebot würde begrüßt.

Diese Wünsche zu erfüllen, wäre unter den bisherigen Voraussetzungen nicht zu finanzieren, heißt es dazu im städtische Verkehrsamt. Ein Fahrer würde dann für den Betrieb der Linie nicht mehr ausreichen. Eine solche Ausweitung des Angebots und der damit verbundenen finanziellen Zuschüsse der Stadt müsste der Stadtrat beschließen.

Die Ticketpreise

Die Einzelfahrkarte kostet pro Erwachsener 1 Euro, eine Tageskarte 3 Euro, eine 10er Karte 8 Euro, eine Wochenkarte 12 Euro und die Monatskarte 40 Euro.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ein Erlebnistag auf dem Gronimushof
Da war handwerkliches Geschick gefragt.
Ein Erlebnistag auf dem Gronimushof
Kommentar: Neue Arbeitsplätze? Nein, danke!
Es war zu erwarten: Kaum werden erste Überlegungen für eine Event-Arena am Flughafen bekannt, wird politische Kritik laut. Doch in Zeiten drohender Kündigungen am …
Kommentar: Neue Arbeitsplätze? Nein, danke!
Horror-Unfall auf der B20: Vier junge Männer sterben beim Versuch nachts zu Überholen - Details zu den Opfern
In der Nacht auf Montag ereignet sich in Ascha (Landkreis Straubing-Bogen) ein schrecklicher Verkehrsunfall, der vier Leben kostet. Schuld ist ein missglückter …
Horror-Unfall auf der B20: Vier junge Männer sterben beim Versuch nachts zu Überholen - Details zu den Opfern

Kommentare