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Der Steckerlfisch Schorsch

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Von: Michaele Heske

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Die Bude steht schon: Der „Steckerlfisch Schorsch“ Georg Pelkermüller gehört zum Grundinventar der Dorfener Wiesn. Jedes Jahr steht er von früh bis spät am Grill
Die Bude steht schon: Der „Steckerlfisch Schorsch“ Georg Pelkermüller gehört zum Grundinventar der Dorfener Wiesn. Jedes Jahr steht er von früh bis spät am Grill. © Michaele Heske

Frisch aus dem Teich - direkt ans Steckerl: Seit 17 Jahren grillt Georg Pelkermüller Fische auf dem Dorfener Volksfest. Oft ist er dort 18 Stunden auf den Beinen.

Dorfen – „Forellen, Lachsforellen oder auch Saiblinge – das ist in Bayern eine Delikatesse“, sagt Georg Pelkermüller. Seit 2005 auf dem Dorfener Volksfest Fische. Frisch aus dem Teich, direkt auf den Steckerl sozusagen.

„I gfrei mi narrisch“, sagt der 59-jährige Dorfener. Nach der zweijährigen Zwangspause wegen Corona hofft Pelkermüller nun, dass heuer die Stammkunden wieder zahlreich aufs Volksfest und an seinen Stand kommen. Sein Steckerlfisch gehört seit 17 Jahren zu den Spezialitäten der Dorfener Wiesn.

„Jeden Morgen in der Früh fahre ich zum Fischhändler in die Nähe von Markt Schwaben“, beschreibt Pelkermüller seinen Alltag während der Volksfesttage. Auch die Makrelen, ein Seefisch, beziehe er fangfrisch. „Ich gebe nur den Fisch her, den ich auch selbst essen würde“, sagt er.

Das Geheimnis des guten Geschmacks gibt er nicht Preis: „Dafür ist unsere besondere Gewürzmischung zuständig, in die die Fische eingelegt werden, bevor sie anschließend auf den Holzgrill kommen.“ Das Rezept habe seine Frau kreiert, seither sei es nicht verändert worden.

Pelkermüller ist Vater von drei Töchtern und drei Söhnen zwischen 22 und 32 Jahren. Seine Kinder helfen alle mit während der Volksfesttage. „Wir sind ein Familienbetrieb.“ Zum Team gehört seit 13 Jahren auch Florian Leiner, „unser siebtes Kind“, wie er augenzwinkernd sagt: „Plötzlich stand ein kleiner Bub da, wollte alles über den Steckerlfisch wissen.“

Zehn Tage lang ist Pelkermüller von frühmorgens bis spätabends auf den Beinen: „Wir sind alle mit dem Herzen dabei, da kommen einem 18 Stunden gar nicht lang vor.“ Die Leute kommen auch zum Ratschen an den Stand. Jedes Jahr bringen ihm Bekannte zudem selbst geangelte Fische aus der Isen, die er dann auf den Grill wirft. „Da war sogar ein Huchen dabei, den haben wir dann auf einer großen Platte serviert.“

Dass das Volksfest in Dorfener Hand geblieben ist, darüber ist Pelkermüller mehr als froh: „Die Dorfener Festwirte Ernst Hennel, Franz Egerndorfer und Tobias Maier sind eine Spitzencrew, wir kennen uns alle schon lange.“ Der Landshuter Gastronom Patrick Schmidt stand zweimal bereit, die Wiesn auszurichten, zweimal musste die Festgaudi wegen der Pandemie abgeblasen werden.

Das Dorfener Bier gehöre fraglos zu den besten des Landkreises, ist Pelkermüller überzeugt. „Was da in Taufkirchen passiert ist, kann bei uns nicht passieren“, meint er. Dort schmeckte plötzlich das Volksfest-Bier komisch, viele Besucher ließen ihre Maß zurückgehen. Als Grund gab die Brauerei einen technischen Defekt an den Kesseln an. „Wir haben gleich drei Brauereien, uns geht gutes Bier bestimmt nicht aus“, ist Pelkermüller sicher.

Bestellungen

Auch außerhalb der Volksfestsaison kann man jeden ersten Freitag im Monat bei Georg Pelkermüller Steckerlfisch bestellen, ebenso an Aschermittwoch und Karfreitag: Tel. (0 80 81) 42 54.

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