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Musik voran: Die Stadtkapelle Dorfen führte den Schützenzug an, gleich dahinter folgen die Gauschützenkönige.

Volksfest Dorfen

Dorfen wird zur Schützenstadt

Mehr als 1200 Teilnehmer haben am Nachmittag beim traditionellen Schützenzug zum Volksfestausklang Tradition und Brauchtum hochleben lassen. Fast alle Vereine des Schützengaues Dorfen nahmen an dem fast ein Kilometer langen Zug teil.

Von Peter Stadler

Dorfen – Pünktlich um 13 Uhr krachten die Schwarzpulver-Salven der Böllerschützen aus Hofgiebing und dem Holzland vom Rupprechtsberg herunter. Sie gaben damit den Startschuss zum Standkonzert am Marktplatz. Der musikalische Auftakt wurde von der Stadtkapelle Dorfen, der Blaskapelle St, Wolfgang und heuer erstmals dem Isentaler Schalmeien-Express durchgeführt. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten das Konzert.

Alexander Zur von den Hubertusschützen Hofkirchen schwang trotz der großen Hitze immer wieder seine gut zehn Kilogramm schwere Fahne während des Zuges.

Um 14 Uhr starteten dann die mehr als 1200 Schützen und Trachtler zum Umzug durch die Isenstadt. Dabei war Hitzebeständigkeit gefragt, denn die Temperaturen lagen um die 30 Grad. In sechs Zügen, begleitet dann noch zusätzlich von den Blaskapellen aus Schwindegg und Buchbach, der Trachtenkapelle Wasentegernbach und dem Spielmannszug aus Moosburg, zog der bunte Festzug durch Dorfen zur Festhalle. In den Festkutschen fanden die Ehrengäste Platz, es durften die Schützenhonorationen mitfahren und auch das Brauereigespann vom Bräu z’Loh und ein Motivwagen mit dem Schloss Schwindegg war dabei. Neidig war wohl keiner der Verantwortlichen und Zuschauer den Frauen und Männern, die ihre Festkutschen auf Hochglanz gebracht haben und die die prächtigen Rösser bei dieser Hitze sicher durch dich Innenstadt führten. Schattenplätze waren für die Zuschauer gefragt, die sich diese Traditionsveranstaltung, die seit Jahren zu einem der Volksfesthöhepunkte zählt, nicht entgehen ließen.

Für die Schützen, Trachtler und Musikanten wartete dann in der Festhalle eine frische Maß und die Jugend konnte sich bei einer Freifahrt an den rasanten Fahrgeschäften abkühlen. Das Schützenvolk feierte einen erfolgreichen Schützenzug und auch die Prominenz war am Ende begeistert davon.

Schützenkönigin Eva Tremmel von den Vilstaler Schützen Kienraching hatte zahlreiche Schützenlisln der Jugend im Anhang

Dorfens Bürgermeister und Hausherr Heinz Grundner lobte die Schützen, die sich jedes Jahr in Dorfen von ihrer besten Seite zeige und für ein farbenfrohes Spektakel sorge. Auch Landrat Martin Bayerstorfer war begeistert vom großartigen Aufmarsch der Schützen, Trachtler und Musikanten, die diese Tradition im Schützengau Dorfen seit Jahrzehnten hochhalten. Den Schützenbezirk Oberbayern vertrat der 3. Bezirksschützenmeister Stefan Fersch und Ehrenbezirksschützenmeister Josef Niedermeier. Vertreten waren auch die Nachbargaue aus Erding und Mühldorf mit Fahnen und Gaukönigen.

Nach zehn Tagen Volksfest war die Fahrt auf einer der Festkutschen für Wiesenmadl Lena Attensberger, die selbst eine aktive Schützin bei Neu-Edelweiß Landersdorf ist, ein krönender Abschluss ihrer Amtszeit beim diesjährigen Dorfener Volksfest.

Dorfens Gauschützenmeister Georg Schatz, der im Auftrag der Stadt mit seiner Gaumannschaft den Schützenzug organisiert hat, zeigte sich ebenso erfreut über den gelungenen Umzug durch Dorfen. Alles, so Schatz, „hat gepasst“. Das Wetter sorgte wohl nicht für eine neue Rekordbeteiligung, auch die Zuschauer waren ertwas weniger, aber der Schützengau Dorfen und alle Mitwirkenden zeigten sich bei dieser Brauchtumsveranstaltung wieder von ihrer besten Seite.

Der Schützengau Dorfen ist der einzige Gau im gesamten Bezirk Oberbayern, der alljährlich einen Gauschützenzug abhält. der Gau Dorfen zählt mit gut 4000 Mitgliedern und knapp 40 Vereinen zu den kleineren Gauem im Bezirk Oberbayern, aber diese Traditionsveranstaltung gehört zu den Pflichtveranstaltungen im Schützenjahr.

In Dorfen dabei war auch gestern Nachmittag ein Fernsehteam vom Sender München TV. Der Beitrag vom Schützenzug ist am kommenden Donnerstag, ab 19.45 zu sehen.

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