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Was bringt die Zukunft? Förderkreis-Chef Stefan Tremmel. 

Umsätze in Corona-Zeiten

„Von Zurückhaltung ist nicht viel zu spüren“

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So richtige Shopping-Freude ist bei den Kunden noch nicht spürbar. Seit dem Öffnen der Geschäfte verzeichnet der Handel aber durchwegs wieder annehmbare bis gute Umsätze. Und die coronabedingten Hygiene- und Sicherheitsauflagen wirken – auch in der Psyche.

Dorfen – Stefan Tremmel, Vorsitzender des Förderkreis Dorfen und selbst Geschäftsführer des Elektronikunternehmens „Technikwerker – Der Heuschneider“, ist von der „Solidarität der Dorfener“ angetan. Nicht nur bei ihm im Laden, auch bei zahlreichen Förderkreis-Mitgliedsbetrieben sind seit den von der Regierung beschlossenen

Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen und der damit verbundenen Wiederöffnung der Geschäfte „sehr viele bekannte Gesichter“ zum Einkaufen gekommen. Bislang hielten sich die Kunden auch strikt an die Sicherheitsvorgaben, etwa das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. In Tremmels Geschäft etwa dürfen sich maximal 30 Personen aufhalten. Am Eingang regelt eine Ampel, wer ohne warten rein darf und wer nicht. „Das funktioniert gut“, freut sich der 44-Jährige. Allerdings berichtet er, dass die Kunden „durch die doofe Maske wirklich nur das Nötigste erledigen. Lust zum Bummeln hat niemand.“

Von einer finanziellen Zurückhaltung der Kunden hat der Förderkreis-Chef aber nichts bemerkt: „Von Zurückhaltung ist nicht viel zu spüren.“ Das würden auch Kollegen bestätigen.

Anders sehe das natürlich im Bereich der Gastronomie aus. Auch wenn Biergärten schon öffnen dürften und demnächst auch Lokale, hätten die Wirte einen schweren Stand. „Die haben die vollen Kosten zu tragen, aber nur die halben Flächen zur Bewirtung“, sagt Tremmel und appelliert an die Dorfener: „Es ist so wichtig, dass die Bürger den Gastrobetrieben die Stange halten.“ Besonders schlimm sei es für Kneipen und Bars. Hier sei noch gar nicht absehbar, wann sie wieder öffnen dürften.

Was die Zukunft anbelangt, da ist Tremmel nicht unbedingt optimistisch. Denn es drohe durchaus eine größere Zunahme der Arbeitslosigkeit. Zwar weniger in kleineren Betrieben, aber dafür in Konzernen. Dorfen habe viele Auspendler. Schon jetzt sorgten sich Menschen, wie es bei Arbeitslosigkeit mit den Krediten weitergehe, die etwa für den Hausbau aufgenommen wurden. „Aktuell haben die Leute noch Geld, aber was ist nächstes Jahr?“

Für den Förderkreis-Chef steht fest, dass die Stärke des Handels vor allem Beratung und Service seien. Mit diesen Pfunden müsse man wuchern. Hier könnte Corona sogar etwas helfen. Denn eines ist schon jetzt spürbar, freut sich Tremmel: „Die Geschäftsleute halten mehr zusammen.“

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