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Klimastreiks bringen also doch was: Dorfen will ein Klimaschutzkonzept entwickeln.

CO2-neutral bis 2035

Dorfen will Klimaschutzkonzept entwickeln

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Einen Klima-Manager will die Stadt zwar nicht einstellen, es soll aber trotzdem ein Klimaschutzkonzept entwickelt werden.

Dorfen – Die Stadt stellt keinen Klimaschutzmanager ein. Der Umwelt-, Natur- und Klimaausschuss des Stadtrates hat damit Umweltreferent Gerald Forstmaier (GAL) abblitzen lassen. Der Vorschlag, ein Klimaschutzkonzept für Dorfen entwickeln zu lassen, ergänzt mit einem Vorschlag der CSU, stieß dagegen auf Zustimmung.

Deutschland und Europa wollen bis 2050 CO2-neutral werden, Bayern bis 2040 und Dorfen bis 2035, zeigte der Umweltreferent auf. Anita Herbst vom Umweltamt der Stadt könne kein Klimaschutzkonzept erarbeiten, meinte Forstmaier. „Wir brauchen den Masterplan einer Fachkraft“, fordert er. „Ein Klimaschutzkonzept soll kurz-, mittel- und langfristige Ziele vorgeben.“

Direkte Bürgerbeteiligung besser als Manager

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) schlug vor, die Verwaltung solle prüfen, inwieweit ein Konzept umgesetzt werden könne. Was den Klimaschutzmanager betrifft, so fragte er Forstmaier: „Wie soll die Stelle besetzt werden? Externer Sachverstand via Honorar?“ Der Umweltreferent entgegnete, dass das Klimaschutzkonzept nur ein kleiner Punkt sei und forderte abermals: „Wir sollten einen Klimamanager einstellen – für den gibt es 65 Prozent Förderung.“ Der Bürgermeister wollte nochmals wissen: „Soll der bei der Stadt angestellt werden? Soll eine eigene Stelle geschaffen werden? Oder soll es über externe Berater laufen? Im Moment ist die Stelle im Stellenplan nicht vorhanden.“ Forstmaier sprach sich für eine neue Stelle aus: „Klar muss das Geld dafür im Haushalt 2020 eingestellt werden.“

Lesen Sie hier: Klimaschutz-Demo in Dorfen

„Das Schaffen einer Stelle ändert das Klima nicht“, meinte CSU-Fraktionssprecher Michael Oberhofer und wies auf den eingereichten CSU-Antrag hin: „Der ist weitergehend.“ Zentraler Punkt sei hier die Bürgerbeteiligung. „Manager? Kann man machen. Aber direkte Bürgerbeteiligung ist besser.“ Schmunzelnd fügte er an: „Das traut man der CSU nicht zu, aber es gilt immer noch unser Uralt-Slogan der Mitmachpartei.“ Martin Greimel (CSU) sagte, bei der Schaffung einer festen Stelle „habe ich Bauchweh“. Er plädierte für ein externes Büro.

CSU-Vorschlag „prinzipiell nicht schlecht“

Forstmaier bekannte, dass er den CSU-Vorschlag „prinzipiell nicht schlecht“ finde. Er schlug drei Schritte vor: „Ein Klimaschutzkonzept über einen Klimaschutzmanager bekommen, prüfen, ob Geld für das Konzept da ist, und dann die Bürger – wie von der CSU gefordert – einbeziehen.“

Die beiden Anträge lägen nahe beieinander, meinte der Bürgermeister und schlug vor, beide Anträge zusammenzufassen und bei der nächsten Sitzung darüber einen Beschluss zu fassen. „So kommt jetzt nix Halbes und nix Ganzes heraus.“ Der Ausschuss beschloss schließlich einstimmig, dass die Verwaltung ein Klimaschutzkonzept erarbeite, das dem Ausschuss dann zur Beschlussfassung vorgelegt werde.

Wolfgang Krzizok

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