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Das neue Angebot vorgestellt haben (v. l.) Sylvia Bürger, Martina Obermeier (beide Sozialamt), Seniorenreferentin Doris Minet, die Beraterinnen Freija Brönnle, Tanja Folger und Anita Herz, Bürgermeister Heinz Grundner sowie Marion Prey (Leiterin Marienstift).

Neue Senioren- und Pflegeberatung

Dorfen wird zur sozialen Vorzeige-Stadt

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Manchmal ändert sich das Leben durch Unfall oder Krankheit von einem Schlag auf den anderen. Oft passiert es schleichend, etwa durch beginnende Demenz. Was, wenn ein Mensch Pflege oder Betreuung braucht? Hier setzt das neue Beratungsangebot der Stadt Dorfen an.

Dorfen – Dorfen gilt als eine sehr soziale Stadt. Das Netz der Hilfe ist dicht gewoben. Ab sofort gibt es aber noch eine größere Bandbreite von Angeboten und Informationen, die den Alltag von Senioren, Pflegebedürftigen und deren Angehörigen erleichtern. Die Stadt hat mit der Einrichtung einer Senioren- und Pflegeberatung eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene geschaffen. Mit Tanja Folger, Freija Brönnle und Anita Herz stehen drei zertifizierte Pflegeberaterinnen, allesamt examinierte Altenpflegerinnen, bereit, um für jeden Einzelnen individuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation zu finden beziehungsweise die zur gezielten Hilfe zuständige Institution aufzuzeigen. Die drei Beraterinnen haben alle eine langjährige Erfahrung.

Das neue Beratungsbüro geht auf eine Initiative von Seniorenreferentin Doris Minet (ÜWG) zurück. Ihr Vorschlag im Heimausschuss des Stadtrats im Herbst vergangenen Jahres wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales im Rathaus und dem Alten- und Pflegeheim Marienstift schnell umgesetzt.

Im Rathaus haben Bürgermeister Heinz Grundner, Seniorenreferentin Minet und Mitarbeiterinnen von Sozialamt und Marienstift am Montag das neue Beratungsangebot vorgestellt. Herausgestellt wurde dabei, dass die Pflegeberaterinnen, die beim Marienstift Dorfen beschäftigt sind, einrichtungsunabhängig, also neutral beraten. „Es gibt keine Wettbewerbsverzerrung“, sagte Stadtchef Grundner. Das soll gewährleisten, dass Ratsuchende die bestmögliche Hilfe und Unterstützung erfahren können und andere, private Einrichtungen im Bereich Seniorenhilfe und Pflege keine Konkurrenz befürchten müssen. Mit vorhandenen Einrichtungen wie etwa Nachbarschaftshilfe, Caritas, Demenzgruppen sowie stationären und ambulanten Pflegediensten soll eng kooperiert werden.

Das neue Beratungsangebot der Stadt umfasst unter anderem die Themen seniorengerechter Umbau von Wohnungen, personelle Unterstützung für pflegerische und hauswirtschaftliche Unterstützung, Leistungen aus der Pflegeversicherung, Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort sowie eventuell notwendige Vollmachten. Beratungsstunden sind jeweils mittwochs, von 13 bis 15 Uhr im Büro im Marienhof (1. Stock, Zimmer 2). Die Anmeldung und Terminvergabe erfolgt über das Bürgerbüro der Stadt. Wichtig: Das Angebot ist nicht nur für Senioren gedacht, sondern auch für jüngere Menschen, die etwa nach einem Unfall gehandicapt sind und deshalb Hilfe und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung benötigen.

Das Beratungsangebot gilt zunächst vorrangig für alle Bürger der Stadt Dorfen. „Aber wir werden sicher keiner Leute von außerhalb abweisen“, sagt Bürgermeister Grundner. Die Personalkosten für die Beraterinnen übernimmt die Stadt. Damit wird der Etat des Marienstifts nicht belastet.

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