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Das Rathaus ist ein repräsentativer Ort im Herzen Dorfens - und der Rathausplatz? (Das Bild wurde mit einer Panoramafunktion aufgenommen, daher  der etwas verzerrte Rundumblick.)

Diskussion über Städtebauförderung 

Dorfen: Zu wenig Platz am Rathausplatz?

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Eine große Hochzeit im Dorfener Rathaus - und dann? Momentan sind die Platzverhältnisse vor dem Gebäude etwas beengt. Darüber hat der Stadtrat debattiert.

Dorfen – Hier geht es um viel mehr als um alte Steine: Die Städtebauförderung bezuschusst viele Projekte in Dorfen. Die Stadt meldet für das Jahr 2020 unter anderem das kürzlich beschlossene Mobilitätskonzept (30 000 Euro), den Citymanager (60 000 Euro) und eine kommunale Sportentwicklungsplanung (100 000 Euro) bei der Regierung von Oberbayern an. Die förderfähigen Kosten summieren sich alleine Jahr 2020 auf 2,3 Millionen Euro.

168 000 Euro stehen im kommenden Jahr für die Gestaltung des Rathausplatzes in der Aufstellung. „Wir können hier keine Baustelle aufmachen, wenn wegen der B 15 eh schon Chaos ist“, monierte Martin Heilmeier (Landliste). Die Maßnahmen beträfen größtenteils die Grünflächen am Rathaus, wo man nicht mit größerem Gerät arbeiten müsse, antwortete Bürgermeister Heinz Grundner (CSU). Das werde wohl auch im stärkeren Verkehr wegen der Umleitungen möglich sein. Heilmeiers Zweifel an dieser Einschätzung konterte Grundner mit einem Scherz: „Ich bin Spatenstich-Fachkraft.“

Die Gestaltung des Bereichs sprach Gerald Forstmaier (GAL) an. „Der Vorplatz wird dem prägenden Bau nicht gerecht“, sagte er und berichtete von einer Hochzeit, die er dort besucht habe, wo die Gäste keinen angemessenen Raum gehabt hätten. „Der Klinkerplatz sollte erweitert werden“, forderte Forstmaier. Da werde es sicherlich Einwände der Einzelhändler geben, wenn Parkplätze wegfallen, sagte Grundner dazu.

Beim Punkt „Barriefreie Innenstadt – öffentliche Maßnahmen“ ist die Spalte für 2020 leer. Das kritisierte Ursula Frank-Mayer (GAL). „Ein Punkt, der mir überhaupt nicht gefällt, ist das Wesner Tor. Gerade im Zusammenhang mit der B 15-Brücke wäre hier eine sicherer Fußgängerdurchgang wichtig“, sagte sie zu dem gefährlichen Nadelöhr in der Innenstadt.

„Die Städtebauförderung bezuschusst keine vorübergehenden Lösungen. Und was Dauerhaftes ist 2020 nicht zu berwerkstelligen“, antwortete Maria Bauer, die Leiterin der Finanzverwaltung im Rathaus. Das wollte Frank-Mayer so nicht stehen lassen: „Unabhängig von der Städtebauförderung müssen wir uns dringend Gedanken machen.“ Man könne eventuell „einen Interimsdurchgang durch das ehemalige Ladengebäude machen. Die Bauverwaltung ist schon dran“, sagte Grundner dazu. Zwar erst in den Jahren 2021 und 2022 – doch für öffentliche Maßnahmen für eine barrierefreie Innenstadt sind im Bedarfsplan 100 000 und 200 000 Euro vorgesehen.

Ein Kunstwerk am Unteren Markt taucht im Bedarfsplan ebenfalls im Jahr 2021 auf. In den 255 000 Euro sind es 220 000 für ein Fontänenfeld und der Rest für „Möblierung“. „Eine solche Installation am Unteren Markt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen“, monierte Vize-Bürgermeister Günther Drobilitsch (Gemeinwohl).

Für den Citymanager sind 2020 noch 60 000 Euro vorgesehen, in den Folgejahren jeweils die Hälfte. Für diese Aufgabe wird laut Grundner eine feste Kraft im Rathaus eingestellt. „Die Personalentscheidung ist schon gefallen“, berichtete er.

Ein städtisches Denkmalschutzkonzept ist 2020 mit 50 000 Euro eingeplant. Auch hierzu äußerte Drobilitsch „massive Bedenken“, da die Stadt durch ein solches Konzept zu stark eingeschränkt werden könne.

Der Sinn sei, die durchaus bereits „bestehende Konfliktsituation mit dem Denkmalamt zu entschärfen“, entgegnete Bauamtsleiter Franz Wandinger. Ein solches Konzept sei sehr detailliert, „da wird jedes Gebäude, jedes Grundstück aufgenommen“, so Wandinger.

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