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Der neue Altar freut die Kapellenbesitzer Manuela und Rudi Braun und Altbürgermeister Hermann Simmerl (r.).

Wiedereröffnung Fürmetzkapelle

Dorfens heiliger Ort ist wieder zugänglich

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Die Fürmetzkapelle gilt als heiliger Ort. Seit jeher tragen Dorfener ihre Sorgen und Bitten zum Bild der Muttergottes in der Kapelle. 2012 legte ein Brandstifter Feuer. Der Innenraum des Sakralbaus wurde zerstört. Nach aufwändiger Restaurierung wird die Kapelle jetzt wieder eröffnet.

Dorfen – Die Fürmetzkapelle ist für viele Dorfener mehr als nur ein kleines Gotteshaus. Nicht nur Spaziergänger, auch alte und kranke Menschen und Liebespaare marschieren seit Generationen durch die Birkenalle zu der Kapelle, um dort zu beten. Ein Brandstifter zerstörte im Juli 2012 diese Tradition. Das Feuer hatte den Innenraum der Kapelle völllig zerstört. Der Brandstifter wurde bis heute nicht gefasst.

Rudi Braun, der Eigentümer der Kapelle, hat auf eigene Kosten den Dachstuhl erneuert. Doch die aufwändige und teuere Restaurierung konnte er finanziell nicht stemmen. Dass die Kapelle restauriert werden konnte, das ist Altbürgermeister Hermann Simmerl, Franz Streibl und Jürgen Weithas zu verdanken. Die drei kulturell stark engagierten Dorfener hatten bald nach dem Brand eine Spendenaktion ins Leben gerufen und das Geld für die Restauration zusammenzubringen. Unterstützt wurden sie von Firmen, Vereinen und Kunstschaffenden, die mit Aktionen ebenfalls Geld für die Restaurierung sammelten. Zuschüsse gab es vom Landesamt für Denkmalpflege, von der Stadt Dorfen, den örtlichen Banken und der Pfarrei. Rund 22 000 Euro sind so zusammengekommen. Damit konnte die Restaurierung der Kapelle bezahlt werden.

Die Reinigungsarbeiten, Ausmalung und die Rekonstruktion der zerstörten Schablonenmuster, die aus dem Jahr 1878 stammen, haben die Taufkirchener Kirchenmaler Elisabeth und Ludwig Keilhacker durchgeführt. Vom komplett angebrannten Holzaltar gab es nur noch ein Foto. Danach haben Martin Peterbauer aus Tading und Wenzel Müller aus Fuhrt bei Pleiskirchen einen neuen Altar geschaffen. Im Mittelpunkt steht das von Helmut Stöhr aus Marktl geschaffene Bild der Himmelskönigin Mariens mit Krone und Szepter, die das Kind hält, umgeben von Engeln. Vor der Gottesmutter knien die Heiligen Barbara und Martin nieder. Damit haben sich die Bauersleute Martin und Barbara Scheicher, die Ende des 19. Jahrhunderts die Kapelle erbauen und den Altar aufstellen ließen, selbst ein Denkmal gesetzt.

Wiedereröffnung

Am Dienstag, 30. Mai, findet die feierliche Wiedereröffnung statt. Um 19 Uhr zieht vom Bahnübergang an der Birkenallee aus eine Prozession zu der Fürmetzkapelle. Mit einer Maiandacht und einem anschließenden Fest vor der Kapelle wird dann die erfolgreiche Restaurierung und Wiedereröffnung gefeiert.

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