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Viele Gläubige haben an der Maiandacht zur Wiedereröffnung der renovierten Fürmetzkapelle teilgenommen.

Fürmetzkapelle

Dorfens sakrales Kleinod wieder geöffnet

Mit einer festlichen Maiandacht ist die Wiedereröffnung der Fürmetzkapelle gefeiert worden. Die Kapelle war bei einem Brand schwer beschädigt worden. Fast zwei Jahre dauerten die Renovierungsarbeiten.

Von Georg Brennauer

Dorfen – An die 100 Gläubigen nahmen an der vom Historischen Kreis organisierten Feier teil, darunter auch die Besitzer der Kapelle, die Familie Braun aus Eck sowie Bürgermeister Heinz Grundner und Vizelandrat Jakob Schwimmer. Pfarrer Januz Gadek führte die Prozession vom Bahnübergang hinaus zur Kapelle an. Bei der von Marienliedern umrahmten festlichen Maiandacht, die von der Musikgruppe der Familie Ernst aus Schwindkirchen umrahmt wurde, betonte der Geistliche, dass die gelungene Renovierung ein überzeugender Beweis dafür sei, dass die Kapelle allen am Herzen liege.

Franz Streibl berichtete über die Geschichte des sakralen Kulturdenkmales. Errichtet wurde es 1878 von den begüterten Dorfener Bürgern Martin und Babette Scheicher. Ihnen gehörte neben dem Kaufhaus am Kirchtorplatz (später Schmederer) auch das benachbarte Moosgütl (Scherer Gütl).

Nach dem Brand 2012, der viele Dorfener schockte, ergriffen die Familie Braun (Erneuerung des Daches) in Zusammenarbeit mit dem Historischen Kreis erste Initiativen, das sakrale Dorfener Kulturgut wieder in altem Glanz herstellen zu lassen. Dabei galt es viele organisatorische Aufgaben zu bewältigen, wie Altbürgermeister Hermann Simmerl den Renovierungsverlauf schilderte. Das Denkmalamt musste eingeschaltet werden, Fachleute für die originalgetreue Wiederherstellung der Innenausstattung und die Rekonstruktion des beim Brand zerstörten Altars mussten gefunden werden. Und nicht zuletzt musste man auch einen machbaren Finanzrahmen abstecken. Dies ließ sich nur durch die hohe Spendenbereitschaft seitens der Bevölkerung, aber auch mit vielfachen freiwilligen Arbeitsleistungen stemmen.

Eine der vielen Herausforderungen sei die Säuberung der verrußten Wände gewesen, was von den Taufkirchener Kirchenmalern Ludwig und Elisabeth Keilhacker aufwendig bewältigt wurde. Nach längerer Suche fand man in Martin Peterbauer aus Taiding und Wenzel Müller aus Pleiskirchen die Fachkräfte, die getreu einer Fotovorlage den neuen Altar mit großer Akribie schufen. Hervorragend gelungen sei auch, so Simmerl, das farblich gefasste Altarbild (gleich dem Altar der Mutter Gottes in der Pfarrkirche), das Helmut Stöhr aus Marktl am Inn fertigte. Georg Brielmair aus Oberhausmehring fertigte schließlich das Schutzgitter mit den vergoldeten Rosetten und Malermeister Peter Eixenberger besorgte, ebenfalls kostenlos, den abschließenden Außenanstrich.

Simmerl bedankte sich bei einer Reihe von Spendern, unter anderem die Stadt Dorfen und der Landkreis Erding. Insgesamt wurden fast 14 000 Euro gespendet. Aktuell gab Simmerl noch bekannt, das die Fürmetzkapelle den Fassadenpreis 2016 erhält.

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