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Starke Interessenvertretung: Vorsitzender Sebastian Sperr (l.) bei seinem Bericht. 

Eigenheimer Dorfen

Drittgrößter Verein in der Stadt

Dorfen - Der Eigenheimerverband kämpft für die Interessen der Haus- und Grundstücksbesitzer, erklärte der Vorsitzende der Dorfener Eigenheimer, Sebastian Sperr. Man stelle durchaus eine Macht dar. Mit 1072 Mitgliedern sind die Eigenheimer der drittgrößte Stadt-Verein.

Der Eigenheimerverband Bayern hat die Abgaben für seine Mitgliedsvereine erhöht, berichtete Sperr bei der Jahreshauptversammlung im Sparkassen-Saal. Begründet worden sei dies in der Generalversammlung des Landesverbands mit gestiegenen Versicherungsbeiträgen für die in jeder Vereinsmitgliedschaft kostenlos integrierte Haus- und Grundstückshaftpflichtversicherung sowie die Bauherrenhaftpflichtversicherung und weitere Kostensteigerungen. Diese Ausgaben waren „nicht mehr gedeckt“.

Nun hat der Eigenheimerverein Dorfen seinerseits einstimmig eine Beitragserhöhung ab 2017 beschlossen. „Die fällt aber wesentlich moderater aus als beim Landesverband“, sagte der Vorsitzende. Würde die Landesverbandsabgabe voll umgelegt, hätte der Jahresbeitrag von 22,20 auf 24,60 Euro steigen müssen. Die Versammlung stimmte aber dem Vorstandsvorschlag zu, nur „auf glatte 24 Euro“ zu erhöhen. „Die fehlenden 60 Cent bedeuten für den Ortsverband eine jährliche Mindereinnahme von etwa 660 Euro“, rechnete Sperr vor. Das könne der Verein „für einige Jahre durchaus verkraften, wenn keine anderweitigen Belastungen aufkommen“. Sollte das Beitragsminus aber „nicht mehr vertretbar sein“ oder der Verband eine neuerliche Anpassung als notwendig erachten, müsse man auch die lokalen Beiträge wieder anpassen. Der Landesverband zahle aber für Werbung von Neumitgliedern eine Prämie in Höhe von 20 Euro, erinnerte der Vorsitzende.

Sperr wies in seinem Bericht auch auf die zahlreichen Veranstaltungen und Angebote der Eigenheimer hin, wie Fachvorträge und Baumschneidekurse. Beim Weinfest hätte er mehr Besucherinteresse erwartet, denn Vorbereitung und Durchführung mache viel Arbeit. Zumindest heuer werde es aber wieder ein Weinfest geben und auch die besinnliche Adventsfeier.

Es sei wichtig, „dass wir einen starken Eigenheimerverband haben“, forderte Sperr. Als Interessenvertretung der Haus- und Grundbesitzer habe man eine Stimme, die gehört werde in der Politik, bei Themen wie Änderung der Schenkungs- und Erbschaftssteuer, Feinstaubbelastung von Kaminöfen und der damit einhergehenden möglichen Zusatzbelastung für Filteranlagen, Förderung von energetischen Modernisierungsmaßnahmen oder altengerechte Umbaumaßnahmen. Zuletzt habe sich der Verband stark gegen die geplante Privatisierung der Trinkwasserversorgung gegen EU-Kommission eingesetzt, und im vergangenen Jahr ging es um die Petition zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. Die Stadt Dorfen sei von der Rechtsaufsichtsbehörde dazu gezwungen worden eine derartige Beitragssatzung einzuführen, um die Haushaltsgenehmigung nicht zu gefährden, sagte Vorsitzender Sperr, der für die CSU im Stadtrat sitzt.

Die Kasse der sei mit einem Guthaben von 22 500 Euro bestens gefüllt, berichtete Kassier Robert Kögel. Der Kassenabschluss 2015 habe ein Minus von 2691,09 ergeben. Dieses resultiere aus Ersatzbeschaffungen und den Kauf neuer Geräte. Der Eigenheimerverband biete seinen Mitgliedern gegen „moderate Leihgebühren” einen großen Maschinen- und Gerätepark von diversen Haus- und Gartenpflegegeräten, Weinpresse, Biertischgarnituren, Rüttelplatte oder Dörrgerät, bis zum fahrbaren Gerüst.

Hermann Weingartner

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