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Viel Erfolg: Einrichtungsleiter Günter Ducke (l.) verlässt Algasing und koordiniert künftig die Werkstätten des Ordens, berichtete Prior Frater Bernhard Binder.

Barmherzige Brüder Algasing

Ducke leitet jetzt vier Werkstätten

Die Behindertenhilfe der Barmherzigen Brüder wird sich neu strukturieren, um auf verändernde Situationen zu reagieren. Geschaffen wird eine Gesamtleitung für die vier Werkstätten der Ordenseinrichtungen. Der Mann, der sie übernimmt, ist ein alter Bekannter in Algasing.

Algasing – Zur „Feier der Geschäftsführer-Entbindung und Übernahme Leiter Verbundwerkstätten Barmherzige Brüder gemeinnützige Behindertenhilfe GmbH“ war am Freitag ins Kloster des Ordens in Algasing eingeladen. Für den Einrichtungsleiter des Wohn- und Pflegeheims mit Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM), Günter Ducke, war es ein Abschied und gleichzeitig ein Neuanfang.

„Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt. Der Orden macht sich auf den Weg“, sagte Prior Frater Bernhard Binder. Umstrukturierungen seien nötig, um zeitgemäß auf veränderte Anforderungen und Aufgaben reagieren zu können. Ein Schritt sei die geschaffene Stelle Verbundleiter-WfbM. Diese werde am 1. Oktober Günter Ducke antreten und mit Leben erfüllen. In Algasing feiert man heuer 50 Jahre Behindertenhilfe. 30 Jahre davon war Ducke dabei.

„Es geht nicht um mich, sondern um die Behindertenhilfe der Barmherzigen Brüder, die in Algasing den wichtigen Dienst am Menschen leistet“, sagte Ducke bescheiden. Er sei dankbar, diese Arbeit 30 Jahre begleitet haben zu dürfen. „Die Werkstätten haben in den letzten Jahrzehnten jede für sich Großartiges geleistet.“ Die Geschäftsführer hätten sich schon länger mit einer Verbundleitung der vier Werkstätten beschäftigt. Er habe sich aus Überzeugung um die neue Stelle bemüht. Aus einer positiven Entwicklung heraus werden die Verantwortlichen „neue und neuartige, attraktive Arbeitsplätze an bisherigen Standorten und auch in der Region schaffen“, erklärte Ducke.

Hans Emmert, Vorsitzender Geschäftsführer der Barmherzigen gemeinnützigen Behindertenhilfe GmbH, berichtete, Ducke habe sich entschieden nochmal eine neue Herausforderung zu suchen. Da werde manches „auf ihn und auf uns zukommen durch das neue Bundesteilhabegesetz“. Die Entscheidung, Ducke mit dem Amt zu betrauen, sei leicht gefallen. Er habe 17 Jahre Erfahrung als Werkstattleiter in Algasing, war dann viele Jahre Gesamtleiter und Geschäftsführer der Einrichtung. Es sei ihm „immer um die Sache und vor allem um die Menschen gegangen“. Aufgabe werde es auch sein, die Werkstätten zusammenzuführen, sagte Emmert. Und mit dem neuen Verbundgedanken im Orden wolle man die über 850 Arbeitsplätze in den Werkstätten gegenüber den großen Kunden mehr ins Gespräch bringen.

Bürgermeister Heinz Grundner hob das Engagement „50 Jahre Behindertenhilfe in Algasing“ hervor. Die Ordenseinrichtung sei „eine der bedeutendsten Sozialeinrichtungen in der Region“. Ducke habe dort „30 Jahre entscheidend mitgewirkt und maßgeblich mitgestaltet“, wobei die Menschen im Vordergrund standen.

Taufkirchens Bürgermeister und Bezirksrat Franz Hofstetter hob hervor, dass in Algasing viele Menschen arbeiten und wohnen und „eine Heimat gefunden haben“. Der Orden sei „auf dem richtigen Weg. Wir brauchen dazu ganz starke Einrichtungen wie Algasing mit ihren Werkstätten“. Nur so könne Inklusion gelingen.

Hermann Weingartner

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