In Aktion: Alfred Dormeier und Eberhard Kaupp von der ADFC-Ortsgruppe Dorfen hatten am Samstag am Unteren Markt beim Codieren viel zu tun.
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In Aktion: Alfred Dormeier und Eberhard Kaupp von der ADFC-Ortsgruppe Dorfen hatten am Samstag am Unteren Markt beim Codieren viel zu tun.

Aktion von ADFC und Stadt in Dorfen kommt sehr gut an

Ein Code, der Fahrraddiebe abhält

Immer mehr satteln aufs Fahrrad um, Corona hat den Boom noch befeuert. Wer sein Rad codiert, macht es Dieben schwer, dieses später weiterzuverkaufen. In Dorfen hat der ADFC eine erfolgreiche Codieraktion veranstaltet.

Dorfen - Durch einen Code lässt sich ein Fahrrad seinem Besitzer einfach zuordnen und dieses dadurch schlechter als Hehlerware weiterverkaufen. Insofern ist ein Code der beste Schutz vor Diebstahl. Entsprechend groß war der Andrang bei der Fahrradcodieraktion von ADFC und Stadt Dorfen am Unteren Markt.

Schon um 9 Uhr standen die Radler vor dem Jakobmayer Schlange. „Mit dieser Aktion haben der ADFC und die Stadt den Nerv getroffen“, sagte Stadtrat Josef Wagenlechner, selbst passionierter Radfahrer. Sein Bike habe über 3500 Euro gekostet, da sei es ihm wichtig, dieses auch entsprechend zu kennzeichnen und dadurch zu sichern. „Es werden schließlich immer wieder Fahrräder geklaut“, erklärt er sein Interesse an einem Code vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Die Ortsgruppe Dorfen des ADFC führte die Aktion durch.

Mit so viel Andrang nicht gerechnet

Dass so viele Radler kommen, damit hatte Initiator Alfred Dormeier nicht gerechnet. „Da sieht man, wie wichtig das Thema ist“, sagte der ADFC-Ortsgruppenleiter. Ziel sei es, das Fahrrad für Diebe unattraktiv zu machen. „Durch die Codierung ist das Fahrrad einfach dem Eigentümer zuzuordnen. Der Code wird mit einem schwer ablösbaren Aufkleber am Rad angebracht.“ Um den Eigentümer zuzuordnen, brauche man keine Vergleichsliste, das System sei einfach. „Die Anfangsbuchstaben des Codes sind ED für den Landkreis, dann kommen Ziffern, die für die Stadt, die Straße und die Hausnummer stehen. Am Ende dann die Initialen des Besitzers, durch die er zugeordnet werden kann.“

Susanne Pichlmeier freute sich über den Code, den Eberhard Kaupp an ihrem Rad anbrachte. „Ich lasse mein Rad oft am Bahnhof stehen, auch in München. Einmal ist mir eines geklaut worden“, berichtete sie. „Jetzt fühle ich mich sicherer.“

Radfahren gerade in Dorfen immer mehr im Fokus

Radfahren stehe gerade in Dorfen immer mehr im Fokus, weiß ADFC-Tourenleiterin Regina Weber. „Radeln ist umweltfreundlich und gesund, man ist an der frischen Luft.“ Sie fahre in der Stadt mittlerweile gar nicht mehr mit dem Auto, einmal die Woche radle sie im Sommer sogar nach Erding in die Arbeit, erzählte die Dorfenerin.

„Da ist es wichtig, dass man sein Fahrrad auch mal stehen lassen kann.“ Die Polizei erkenne anhand des Codes sofort den Eigentümer und könne diesen im Falle eines Diebstahls informieren. Und Anita Herbst vom Umweltamt in Dorfen ergänzte: „Es gibt ja mittlerweile einen richtigen Fahrradtourismus. Man ist schließlich nicht nur in Dorfen unterwegs.“

VON MICHAELE HESKE

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