News-Ticker zum Barcelona-Terror: Zahl der Todesopfer auf 15 gestiegen

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(BE)MERKENSWERTES DER WOCHE

Ein Hoch auf Artenvielfahrt und Hochwasserschutz

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Bei der baulichen Entwicklung und im Umweltschutz werden von Behörden und Politik zwischen Erding und Dorfen eklatante Unterschiede gemacht. Da wird mit zweierlei Maß gemessen, meint Redakteur Anton Renner in seinem Wochenkommentar.

Was für Erding recht ist, ist für Dorfen noch lange nicht billig. Während in der Großen Kreisstadt gebaut werden kann, was das Zeug hält, wird Dorfen in der Entwicklung gebremst, wo es nur geht. Flächenversiegelung und Naturschutz werden vom Fachbereich Naturschutz im Landratsamt und in den Kreisgremien offenbar in Erding und Dorfen ganz unterschiedlich gewichtet. Dabei ist Dorfen eine der Kommunen im Landkreis, die von sich aus dem Naturschutz einen sehr, sehr hohen Stellenwert einräumt. Doch die Stadt muss auch die Möglichkeit haben, zu wachsen. So platzen etwa die Sportstätten aus allen Nähten. Aber für Landratsamt, SPD, Grüne und ÖDP im Strukturausschuss spielt das nur eine untergeordnete Rolle (siehe Bericht). Der Antrag der Stadt, ein 23 Hektar großes Areal bei Rutzmoos aus dem Landschaftsschutzgebiet zu nehmen, damit dort einmal Sportstätten gebaut werden können, wurde abgelehnt. Erst muss eine Artenvielfaltsprüfung gemacht werden. Es würde schon einem Wunder gleichen, würde sich da nicht irgendein seltsamer Wurm oder Vogel finden, um Dorfens Pläne verhindern zu können. Der Witz dabei: Das Landschaftsschutzgebiet wurde 1987 von der Stadt selbst auf den Weg gebracht, um damit den Bau der A 94 und somit eine wirklich verheerende Umweltzerstörung verhindern zu können. Jetzt wird die Stadt für diesen Schritt auch noch bestraft.

*

Eindeutig zweideutig ist auch die Situation in Schwindkirchen, was den Schutz der Bürger im Bereich Steinberg vor Hochwasser betrifft. Dort machen viele, allen voran auch der dort wohnende Vizebürgermeister Günther Drobilitsch, die A 94-Baustelle für die verheerenden Überflutungen der Häuser in dem hügeligen Gebiet verantwortlich. Und der Vizebürgermeister nimmt auch die Stadt in die Pflicht, hier rasch eine Verbesserung der Situation herbeizuführen (siehe Bericht).

Was Drobilitsch, der von Beruf Landwirt ist, aber vornehm verschweigt: Die Wohnsiedlung Steinberg ist von Maisfeldern umgeben. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass durch den Maisanbau die Böden massive Regenfälle nicht mehr halten können. Der oberirdische Abfluss das Regenwassers wird nicht mehr gebremst. Auch das ist eine Ursache für die Sturzflut, die bei den Bewohnern im Bereich Steinberg hohe Schäden verursacht hat. Doch das Thema wird tabuisiert, zu groß ist die Lobby der Landwirte. Und so steht halt das Geschäft mit dem Mais, der dann in Biogasanlagen vergoren wird, notfalls auch über dem Hochwasserschutz.

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