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Beeindruckendes Bekenntnis: Rund 200 Mitglieder der Kolpingsfamilie waren zur Diözesanwallfahrt gekommen und feierten in der Pfarrkirche Maria Dorfen einen Gottesdienst.

Kolping-Diözesanwallfahrt

Eine große, gläubige Gemeinschaft

„Nur mutig vorwärts“, so lautete das Motto der Diözesanwallfahrt 2017 des Kolpingwerks München und Freising.

Dorfen – Das Kolpingswerk als katholischer Sozialverband versteht sich als Weg-, Glaubens-, Bildungs- und Aktionsgemeinschaft. Seit Jahren treffen sich am „Tag der deutschen Einheit“, also am 3. Oktober, Mitglieder aus den insgesamt 99 Kolpingsfamilien, der fast 10 000 Mitglieder angehören, an einem anderen Ort in der Diözese zur Diözesanwallfahrt. Heuer war Dorfen das Ziel.

Der Vorsitzende der Isenstädter Kolpingsfamilie, Josef Bauer, freute sich darüber, rund 200 Wallfahrer aus der ganzen Diözese begrüßen zu können. Diese Wallfahrten wurden initiiert von Landespräses Christoph Huber und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Jetzt war Dorfen an der Reihe. Trotz des strömenden Regens zogen die Wallfahrer gestern Vormittag vom Bahnhof durch die Innenstadt zur Wallfahrtkirche Maria Dorfen, wo Huber zusammen mit Dorfens Pfarrer Janusz Gadek eine Messe zelebrierte. Rund 20 Fahnenabordnungen hatten sich um den Altar geschart.

Nach dem Gottesdienst bewirtete die Kolpingsfamilie Maria Dorfen ihre Gäste im Pfarrheim bei einer gemeinsamen Feier. Die Gelegenheit wurde rege genützt zum gegenseitigen Kennenlernen und Erfahrungsaustausch. Wie es sich für Wallfahrer gehört, interessierten sich auch sehr viele der Gäste für eine Kirchenführung, zu der Dorfens Kirchenexperte Herbert Moser eingeladen hatte. Vor dem Pfarrheim informierte das Infomobil „Integration“ des Kolpingwerks Deutschland über die seine Arbeit im Zuge von Integration von Hilfe für die Geflüchteten.

Dorfen sei diesmal an der Reihe für eine Diözesanwallfahrt gewesen, weil die Kolpingsfamilie Maria Dorfen zu den ältesten Kolpingsfamilien in Deutschland gehört, wie Bauer erklärte. Sie war auf Initiative des Dorfener Pfarrers Anton Schmitter am 24. Juni 1852 als Katholischer Gesellenverein Maria Dorfen gegründet worden. Gründungsmitglieder waren unter anderem der Dorfener Dichter und Schumacher Dominikus Paulus (der Dorfener „Hans Sachs“). Ein gebürtiger Dorfener, Monsignore Georg Mayr, wurde – ebenfalls im Jahr 1852 – erster Präses des ersten bayerischen Gesellenvereins München. Bis ins Jahr 1933 pflegte die Kolpingsfamilie ein reges Vereinsleben als reiner Männerverein. In der Nazi-Zeit war das Vereinsleben verboten und wurde dann unter Pfarrer Andreas Kainzmaier im Oktober 1948 wieder gegründet. 1970 kriselte der Verein und das Vereinsleben kam zum Erliegen. Erst Pfarrer Wolfgang Scheffold bemühte sich darum, die Kolpingsfamilie Dorfen wieder zu beleben, was schließlich mit dem Fest zur Neugründung im Oktober 1999 geglückt war. Schwerpunkte des Handelns sind die Arbeit mit und für junge Menschen, das Engagement in der Arbeitswelt mit und für die Familie sowie für die Eine Welt.

Hermann Weingartner

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