Feuerwehr Dorfen

Bei Einsätzen tagsüber wird es eng

Dorfen - Die Feuerwehren retten im Notfall rund um die Uhr. Probleme bereitet allerdings zunehmend, die sogenannte Tagesalarmsicherheit zu halten. Auch Dorfen ist betroffen.

Tausende Bürger pendeln täglich aus um zur Arbeit zu fahren. Wenn dann tagsüber die Feuerwehr zum Notfall ausrücken muss könnte es künftig eng werden mit dem Erreichen der Mindestbesatzungen. Derzeit hat die Dorfener Stützpunktwehr zwölf Aktive, die an den Werktagen die Tagesalarmsicherheit gewährleisten, berichtete Kommandant Stefan Beham in der Generalversammlung. Beim „HAWE“-Werk arbeiten davon vier Aktive die tagsüber ausrücken dürfen, so Beham. Nach der Betriebsschließung (wir berichteten) werden die wohl wegfallen. „Das tut uns richtig weh.“ Die Stadt sei gefordert, alles zu tun, die Tagesalarmsicherheit weiter zu halten. Bei der Wehr selbst mache man viel und sei beim Nachwuchs Dank ausgezeichneter Jugendarbeit „gut aufgestellt“.

Zehn Personen konnte die Feuerwehr 2015 bei Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen retten, berichtete Beham. Eine Person konnte nur noch tot geborgen werden. Mit 146 lag die Zahl der Einsätze um zehn über dem Zehnjahresdurchschnitt. Insgesamt musste die Wehr 20 Mal löschen, darunter zwei Großbrände. Bei den 108 Technischen Hilfeleistungen waren 18 Unfälle im Straßenverkehr und ein Bahnunfall.

Dorfens Feuerwehr kann auf 96 Frauen und Männer im aktiven Dienst zählen, wovon 21 Mitglieder (12 bis 18 Jahre) bei der Jugendfeuerwehr sind. Um in Notfällen professionell helfen zu können, wurde eine Vielzahl von Stunden an Aus- und Fortbildung geleistet, so die Kommandanten. Über 60 Ausbildungen mit rund 2100 Stunden seien alleine „im laufenden Übungsdienst absolviert“ worden.

Dorfens Kreisbrandmeister Rudi Hohenadl leitete die neue Modulare Truppausbildung für den ganzen Gemeindebereich. Und unter der Führung der äußerst engagierten Jugendwarte Jan Smolko und Bastian Brugger hat die Jugendfeuerwehr zusätzlich 36 Praxisausbildungseinheiten durchgeführt, darunter auch die Simulation eines 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtages. Insgesamt waren Dorfens Feuerwehrdienstleistenden 1834 Stunden für den Bürger ehrenamtlich im Einsatz. Lob, Anerkennung und ein großes Dankeschön gab es dafür von Bürgermeister Heinz Grundner und dem Feuerwehrreferenten des Stadtrates, Josef Wagenlechner.

Hermann Weingartner

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