Feierten die Eröffnung des Bürgerbüros der Stiftung: (v. l.) Franz Streibl (Kreisjagdverband), Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl, Kreisjagdverbandvorsitzender Thomas Schreder, Vorstand Wildland-Stiftung Dieter Sedlmayer, Obertaufkirchens Bürgermeister Franz Ehgartner, Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner, sowie die Projektbetreuerinnen Anja Thole und Gabriele Nikles. Foto: Weingartner

Wildland-Stiftung

Einzigartiges Isental bewahren

Natur und Artenvielfalt erhalten ist ein Ziel der Wildland-Stiftung Bayern. Im mehreren Quadratkilometer großen Projektgebiet Isental will sich man sich in einer Projektgemeinschaft der Aufgabe in den nächsten fünf Jahren verstärkt stellen.

Dorfen – Für die Betreuung des Projekts „Natur.Vielfalt.Isental“ der Wildland-Stiftung gibt es jetzt in Dorfen ein eigenes Bürgerbüro. Die Regionalgeschäftsstelle (Unterer Markt 15) wurde mit einer kleinen Feierstunde eröffnet. Der Vorsitzende des Kreisjagdverbands Erding und Vertreter des Landesjagdverbands, Thomas Schreder, freute sich, „dass jetzt endlich auch im Landkreis Erding mit der Wildland-Stiftung etwas auf die Beine gestellt wurde“.

Das Projekt diene der Natur und Umwelt, erklärte Schreder. Mit dem Projekt „Natur.Vielfalt.Isental“ könne auch hier in der Region Isental viel erreicht werden. Es werde gelingen, mit den Menschen vor Ort, insbesondere den Landwirten und der Jägerschaft, „die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft im Isental zu bewahren“, gab sich Schreder überzeugt. Er sei gespannt, was da alles komme und zuversichtlich, wenn man sehe, was im Thalhammer Moos schon passiert sei.

Mit dem Büro und den beiden Projektbetreuerinnen, Anja Thole und Gabriele Nikles, habe man Präsenz vor Ort geschaffen, betonte der Wildland-Stiftungsvorstand Dieter Sedlmayer. Das stelle eine „wesentliche Rahmenbedingung für das Gelingen des Projekts dar“. Zur Realisierung der Maßnahmen werde es einen „langem Atem“ brauchen. Eine weitere Voraussetzung sei der Förderbescheid des Naturschutzfonds, der nun für fünf Jahre vorliege. Das sichere die finanziellen Rahmenbedingungen.

Bei einem „sehr großen Gebiet“ im Isental mit 20 Kilometern Länge und mehreren Kilometern Breite, sei die zentrale Präsenz in Dorfen „ganz wichtig“, sagte Sedlmayer. Bei der Umsetzung von „Natur.Vielfalt.Isental“ gehe es darum, Biodiversität (biologische Vielfalt) in der Natur umzusetzen, Lebensräume zu erhalten und neu zu schaffen sowie Arten zu sichern. Dazu brauche es vor allem das Mitwirken der Grundeigentümer. Oberstes Gebot sei bei allen Maßnahmen das „Prinzip der Freiwilligkeit“. Die Trägergemeinschaft sei immer an der Bereitstellung oder am Ankauf von Flächen interessiert.

Dorfen Bürgermeister Heinz Grundner fand es gut, dass das Bürgerbüro in Dorfen ansiedelt werden konnte, denn die Stadt ist mit der größten Fläche im Projektgebiet beteiligt, wobei alle Flächen wichtig seien. Grundner sieht einen „dringenden Handlungsbedarf“, die Artenvielfalt und naturnahe Lebensräume zu erhalten oder neu anzulegen.

Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl sagte begeistert: „Vielleicht kann man das Gebiet ja noch erweitern nach dem Projekt.“ Bei Lengdorf gäbe es im Isental noch einige Flächen, die man vielleicht noch nützen könnte, auch als Ausgleich für die Naturzerstörung durch die A 94.

Obertaufkirchens Bürgermeister Franz Ehgartner erinnerte, dass das gemeinsame Projekt in den Gemeindegremien einstimmig unterstützt und mitgetragen wurde. Nun sei die Wildland-Stiftung nach Mühldorf auch im Landkreis Erding verankert.

Die Projektbetreuerinnen sind zu erreichen: Anja Thole, Tel. (0160) 8844425, Gabriele Nikles, Tel. (0160) 91276395. Das Bürgerbüro ist von Montag bis Mittwoch unter Tel. (08081) 9533600 zu erreichen.

Hermann Weingartner

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