Ermittlungen nach Kopfnuss

Eltern prügeln sich beim Jugend-Eishockey

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Dorfen/Dingolfing - Beim Eishockey fliegen schon mal die Fäuste. Dass allerdings auf der Tribüne geschlägert wird und die Raufbolde Eltern von U 16-Spielern sind, hat eher Seltenheitswert.

Passiert ist das bereits am Samstagmittag während der Partie der Schüler-Landesliga zwischen der SG Dingolfing/Dorfen und der SG Pfaffenhofen/Ingolstadt in der Dingolfinger Eishalle.

Der Trainer der Gastgeber, Dionys Ertl, vermutet, dass sich die Emotionen vom Eis auf die Tribüne übertragen haben. „Auf dem Eis wurde ein bisschen gerauft“, berichtet er. Der Konflikt unter den Zuschauern kochte in der Folge so sehr hoch, dass am Ende laut Polizei ein 49-jähriger Spielervater aus Dorfen einem 47-Jährigen aus dem Kreis Pfaffenhofen eine Kopfnuss verpasste.

Ein Dorfener Teambetreuer, der seinen Namen nicht genannt haben will, war mit seinen Buben nach Ende des zweiten Drittels auf dem Weg in die Kabine, als er sah, dass auf der Tribüne „schon Schläge ausgetauscht“ wurden. „Da wurde rumgeplärrt. Ich bin gleich hingelaufen. Einer lag schon am Boden. Aber es war auch schnell wieder Ruhe. Das hat sich am Spiel hochgeschaukelt und ging ins Persönliche über“, meint der Betreuer, der von Provokationen unter der Gürtellinie berichtet.

Die Dingolfinger Veranstalter hätten die Polizei gerufen. „Die erste Meldung lautete ,Schlägerei mit Verletzten‘. Deswegen wurden mehrere Einsatzfahrzeuge angefordert.“ Die erste Streife der Polizeiinspektion Landshut habe jedoch schnell festgestellt, dass sich schon wieder alles eingekriegt hatte und zusätzliche Beamte vor Ort nicht notwendig waren.

Dass es zuvor schon auf dem Spielfeld heiß hergegangen war, erklärt sich der Betreuer mit dem überraschenden Zwischenstand. Die Hausherren, ihres Zeichens Tabellenfünfter, hatten gegen den Landesliga-Primus zum 1:1 ausgeglichen. „Auf Pfaffenhofener Seite war Frust dabei, weil es ihnen nicht so rausgegangen ist, wie sie erwartet hatten.“

Die Spieler hätten die Tumulte auf den Rängen natürlich mitbekommen. „Der Schiri hat sie aber beruhigt und eine längere Pause gemacht.“ Das Schlussdrittel sei danach ganz normal abgelaufen. Gegen den Kopfnuss-Täter wird nun wegen vorsätzlicher Körperverletzung ermittelt. Das Spiel hat die Dorfener SG am Ende übrigens 4:2 gewonnen.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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