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Ihr neues Zuhause bezogen hat die Feuerwehr Esterndorf (vorne, v. l.): Referent Josef Wagenlechner, 2. Vorsitzender Stefan Stiller, Schriftführerin Rene Dolina, Bürgermeister Heinz Grundner, (hinten, v. l.) Vorsitzender Thomas Erl, 2. Kommandant Alex Grurl, Zeugwart Robert Wandinger, 1. Kommandant Christian Taggruber und Fähnrich Stefan Heilmeier posieren vor dem neuen Aufenthaltsraum. Links im Bild: die Toiletten.

Provisorium in Esterndorf

Endlich ein Raum und Klos für die Feuerwehr

Zwei Jahre lang hatte die Ortsfeuerwehr Esterndorf am Gerätehaus weder einen Aufenthaltsraum noch Wasseranschluss oder Klos. Ein Container-Provisorium schafft nun Abhilfe. Eine dauerhafte Lösung ist aber nicht in Sicht.

Esterndorf – Wirtshaus, Kirche und Feuerwehr in enger Nachbarschaft sind auf dem Dorf nichts Ungewöhnliches – auch nicht in Esterndorf. Das Gotteshaus besuchen die Wehrmitglieder sonntags, das Wirtshaus gleich neben dem Gerätehaus dagegen mehrmals die Woche. Weil im engen Feuerwehrhaus nur Platz für das Einsatzfahrzeug (TSF) und Ausrüstung ist, war die Wirtsstube immer schon Versammlungsraum für Besprechungen, Sitzungen, Treffen nach Einsätzen oder Vereinsfeste. Auch aufs Klo konnte man nur beim Wirt gehen.

Die Wirtin ließ die Feuerwehr immer gerne herein, aber seit etwa zwei Jahren ist sie im Altersheim. Das Wirtshaus ist seitdem zu, und „wir haben keine Örtlichkeit mehr, wo wir hingehen können, kein Wasser, keine Klos, keinen Schulungsraum oder eine Stube, wo wir mal zusammensitzen können“, berichtete Kommandant Christian Taggruber gestern bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Container-Provisoriums.

Einmal, erinnerten sich die FFW-Vorstandsmitglieder, hatten sie im Winter im Gerätehaus eine Schulung, „da war’s dann arschkalt – nicht zum Aushalten“. Als die Esterndorfer Wehr 2015 ihr neues TSF in den Dienst stellte, wurde es im Feuerwehrhaus noch enger. Es bestand dringender Handlungsbedarf.

FFW-Führung und Stadt haben nun als Zwischenlösung einen Container gefunden, der als Aufenthaltsraum gleich hinter dem Gerätehaus dient. Der Grund gehört zum Wirtshaus, in Besitz von Dorfens Familienbrauerei Bachmayer. Die Eigentümer hätten „dankenswerter Weise große Kooperationsbereitschaft gezeigt“, damit die Ortswehr eine vernünftige Unterkunft errichten könne, lobten Bürgermeister Heinz Grundner, Feuerwehrreferent Josef Wagenlechner und die FFW-Führungsriege.

Rund 50 000 Euro hat die Stadt für Container, Material und Bauhofleistungen investiert. Dabei hat die Wehr sehr viel Eigenleistung eingebracht, etwa den Hof gepflastert und ein Dach samt massivem Holzdachstuhl auf den Container montiert. Besonders habe sich Feuerwehrmitglied Albert Stiller engagiert, der auch Bauhofleiter ist. „Ohne den Albert wäre es nicht so gut gegangen“, sagte Vorsitzender Thomas Erl.

Die Lösung habe jetzt drei Jahre Bestand, so lange läuft vorerst der Pachtvertrag, berichtete Grundner. Er sprach von „einer Brückenlösung, die funktioniert“. Eine endgültige Standortlösung für ein neues Gerätehaus sei „nicht so einfach“, weil es an einem geeigneten Grundstück fehle. Eine „schnelle Lösung“ sehe der Stadtchef da nicht. Aber auch mit der Container-Lösung sei man jetzt „sehr zufrieden“, sagte der Kommandant.

Hermann Weingartner

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