+
Entlang eines Rundwegs hat Gerald Forstmaier sein Konzept zur Landesgartenschau entwickelt. Es sieht zahlreiche neue Elemente und Themenbereiche vor.

Entwurf von Umweltreferent Gerald Forstmaier 

Neue Ideen zur Landesgartenschau

Richtig ernst wirkte Dorfens Bewerbung für eine Landesgartenschau zuletzt im Stadtrat nicht mehr. „Nice to have“, meinte gar Bürgermeister Heinz Grundner (CSU). Nun kommt neuer Schwung in die Sache durch einen Planentwurf von Stadtrat Gerald Forstmaier (GAL). Allerdings drängt die Zeit.

Dorfen Die Bewerbung Dorfens für eine der Landesgartenschauen der Jahre 2024 bis 2026 ist zumindest in der Konzeptplanung verknüpft mit dem Großprojekt, das städtische Freibad und die Sportflächen drumherum ganz oder in Teilen an den Stadtrand abzusiedeln (wir berichteten). Das Vorhaben ist umstritten, weil ein klares Konzept und jede Vorstellung über Kosten und Machbarkeit noch fehlen. Das soll bis Anfang Juni fertig sein. Auf diesen Erkenntnissen könnte dann das Bewerbungskonzept weiterentwickelt werden.

Der anfänglichen Euphorie im Januar, Dorfen könnte eine Landesgartenschau bekommen, war im Stadtrat zuletzt Ernüchterung und Skepsis gewichen. Sinn und Nutzen für die Stadt wurden kontrovers gesehen, Kosten in Millionenhöhe schrecken nicht wenige Stadträte. Auch das bisher bekannte Konzept riss noch keinen vom Hocker.

Nun kam Stadtrat und Umweltreferent Gerald Forstmaier (GAL) von einer längeren Südostasien-Reise zurück und erarbeitete in nur zwei Tagen bis zur jüngsten Sitzung einen beachtlichen Entwurf. Städteplanerin Martina Schneider lobte den Vorschlag ausdrücklich.

Bislang konzentrierte sich das LGS-Konzept zentral auf das Freibad-Areal und die angrenzenden Sportflächen. Die Vorschläge Forstmaiers, selbst Landschaftsgärtner, erhöhten die Bewerbungsakzeptanz nun im Stadtrat deutlich, denn seine Ideen könnten einige Probleme lösen.

Forstmaier exportiert nur die Fußballplätze des TSV Dorfen und den Tennisclub. Bei den beiden Sportvereinen sei dringender Handlungsbedarf gegeben, beim TSV müssten wegen fehlender Trainingsmöglichkeiten schon Kinder abgewiesen werden. Freibad und Eishalle bleiben seiner Idee zufolge in der Stadt. Ihn würde die massive ESC-Halle im Landschaftsbild am Stadtrand empfindlich stören, sagte Forstmaier.

Als zentralen Bereich schlägt der Umweltreferent weiter die Freibad- und Sportflächen vor. Darüber hinaus könnte die LGS aber durch mehrere Teilbereiche mit Events erweitert werden, die sich den Besuchern auf einem Rundweg erschließen. Dieser führt nach dem Entwurf vom Zentralbereich durch die historische Innenstadt in den Stadtpark (neue Elemente), vorbei an den historischen Krautäckern im Anschluss (Urban Growing – Projekte aus aller Welt) zum Hochwasserrückhaltebecken Süd (Erweiterung des Skulpturenwegs) bis zu den landschaftlichen Flächen im Südwesten vor der Stadt (Wasser und Menschen – etwa historischer Torfstich), wo dann künftig TSV, Tennis und ein Schwimmteich angesiedelt würden.

Weiter ginge es nördlich vorbei an der Isener Siedlung auf einem neu zu errichtenden Weg durch ein Areal (Wasser, Auwald, Naturschutz) an der Isen, das mit einer neuen Fußweg-Brücke Niederham erschließt. Von dort geht’s zurück über eine weitere Fläche (Natur erleben für Kinder) in die Altstadt und den Zentralbereich.

Nach der LGS würden die TSV-Sportplätze einer Wohnbebauung dienen. Der ESC bliebe und würde im Osten geschützt durch eine Spielplatzfläche und zusätzlichen Lärmschutz. Das Bad könnte geringfügig erweitert und eine fehlende Sprunganlage für die Grundschule Süd errichtet werden. Und am Mühlanger östlich des Radwegs könnten zwei öffentliche Fußballfelder entstehen.

Anfang Juni wird der Stadtrat über das weitere Vorgehen entscheiden. Hermann Weingartner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Zachenhubers durchschlagendes Profi-Debüt
Überzeugende Vorstellung von Simon Zachenhuber. Seinen ersten Profi-Boxkampf hat der 19-jährige Reisener in Potsdam klar nach Punkten geworden. Fast wäre es sogar ein …
Zachenhubers durchschlagendes Profi-Debüt
Heimatverein will Oldie übernehmen
Derzeit wird in Buch am Buchrain über die Zukunft des LF 8 diskutiert.
Heimatverein will Oldie übernehmen
Ein Hoagartenvon den Minis
Ministranten musizieren im Saal des Pfarrheims in Oberneuching.
Ein Hoagartenvon den Minis
Ein Masterplan für schnelleres Internet
Das Breitband-Internet soll in der Gemeinde Forstern weiter ausgebaut werden.
Ein Masterplan für schnelleres Internet

Kommentare