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Viele Bahnpendler sind mit der Eröffnung der Isentalautobahn aufs Auto umgestiegen. Den Grünen stößt das sauer auf.

Ergebnisse der Navi-Auswertung – Grüne fordern ÖPNV-Ausbau

A 94: Pendler steigen aus Zug aus

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Grünen fühlen sich bestätigt: Neue Straßen ziehen neuen Verkehr an. Für den Kreisverband ist das ein Grund mehr, den Bau zusätzlicher Trassen grundsätzlich abzulehnen und eine stärkere Förderung des ÖPNV zu fordern. Bestätigt fühlen sie sich durch eine Studie zur A94.

Dorfen/Erding – Kreisvorsitzende Helga Stieglmeier bezieht sich in ihrer Pressemitteilung auf eine Studie der Navi-Betreiber. Der zufolge haben die Eröffnung der Isentalautobahn vor ziemlich genau einem Jahr viele Bürger aus der Region genutzt, um den neuen Abschnitt der A 94 zwischen Heldenstein und Pastetten zu benutzen, um auf diesem Wege direkt nach München zu gelangen. Weiter geht aus der Auswertung der Daten hervor, dass viele Arbeitswege auf diese Weise zurückgelegt wurden. Das heißt: Pendler, die bisher die Bahn genutzt haben, sind aufs Auto umgestiegen. Zum Teil kann das der Corona-Krise geschuldet gewesen sein.

Stieglmeier ärgert sich, dass der Verkehr auf der A 94 aus Dorfen und Lengdorf in Richtung München um das Doppelte zugenommen habe. „So kann die Verkehrswende nicht gelingen, so können wir den Klimawandel nicht stoppen“, meint sie. Es werde nach wie vor „eine falsche Verkehrspolitik verfolgt, die auf den Individualverkehr setzt“.

Das sehe man beim Ausbau der FTO, der B15 neu und der Erdinger Nordumfahrung. „Auch hier wird es dazu führen, dass mehr Autoverkehr generiert wird“, so die Kreisvorsitzende. Es bedürfe endlich einer Politik, die auf den Nahverkehr setzt. Die S-Bahn-Verbindung – „ein 20- bis 40-Minuten-Stolpertakt“ – sei ein Skandal. Die Überlandbusse müssten stündlich fahren. Auch Radschnellwege fordern die Grünen.  ham

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